"1940. Die versunkene bürgerliche Welt": Ein Familienarchiv erzählt Geschichte lebendig
Egbert Peukert"1940. Die versunkene bürgerliche Welt": Ein Familienarchiv erzählt Geschichte lebendig
Ein seltener Blick in die Vergangenheit eröffnet sich am Sonntag, 12. Oktober 2025, im Stadtmuseum. Der lokale Historiker Ralf A. Gmelin präsentiert an diesem Tag die persönlichen Aufzeichnungen seines Großvaters und gewährt damit einen authentischen Einblick in das Leben während bewegter Zeiten. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Lokalhistoriker – 4. Staffel" und steht allen Interessierten kostenfrei offen.
Die Matinee mit dem Titel "1940. Die versunkene bürgerliche Welt" beginnt um 11:00 Uhr im Museum am Marktplatz. Ralf A. Gmelin wird aus den Manuskripten seines Großvaters Hans Gmelin lesen, diese erläutern und einordnen. Die Aufzeichnungen, die ab 1934 entstanden, dokumentieren den Alltag und persönliche Reflexionen inmitten der gesellschaftlichen Umbrüche der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und der frühen NS-Diktatur.
Hans Gmelins Schriften bieten eine unmittelbare Perspektive auf eine Welt im radikalen Wandel. Seine Beobachtungen umfassen politische Umwälzungen, soziale Spannungen und den schleichenden Verlust bürgerlicher Werte. Die Veranstaltung möchte Geschichte durch den persönlichen Blick einer Familie lebendig werden lassen.
Die Besucher erwarten Ausschnitte aus den Aufzeichnungen sowie Analysen, die zeigen, wie einfache Menschen diese Epoche erlebten. Die Matinee ist Teil einer Reihe zur lokalen Geschichte und widmet sich diesmal den oft übersehenen persönlichen Erzählungen der Zeit.
Die kostenlose Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich über Hans Gmelins private Aufzeichnungen mit der Geschichte zu verbinden. Seine Notizen, von seinem Enkel bewahrt, offenbaren die menschliche Seite einer von Umbrüchen geprägten Ära. Die Matinee dauert etwa zwei Stunden; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.