2.500 Kurden demonstrieren in Hagen für EU-Hilfe gegen Krieg in Türkei und Syrien
Egbert Peukert2.500 Kurden demonstrieren in Hagen für EU-Hilfe gegen Krieg in Türkei und Syrien
Kurdische Kundgebung in Hagen: 2.500 Menschen fordern EU-Eingreifen in Türkei und Syrien
Rund 2.500 Menschen nahmen am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, an einer kurdischen Demonstration in der Hagener Innenstadt teil. Organisiert von der Kurdischen Versammlung richtete sich die Veranstaltung mit Appellen an die EU und europäische Regierungen, in den anhaltenden Konflikt in der Türkei und gegen das IS-Regime in Syrien einzugreifen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort und setzte Bereitschaftspolizisten ein, um während der Kundgebung für Ordnung zu sorgen.
Unter dem Motto „Dringender Appell an die EU-Kommission und europäische Regierungen: Stopp dem großflächigen Krieg in der Türkei und dem IS-Regime in Syrien“ begann die Protestaktion. Die Behörden verhängten strenge Verkehrsregelungen, was lokal zu Behinderungen führte, als sich die Menschenmengen versammelten. Beamte beobachteten die Veranstaltung genau und zeigten drei Personen an, die verbotene Fahnen gezeigt hatten.
Später leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein, nachdem bei einem Teilnehmer Handschuhe mit Quarzsand gefunden worden waren – ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Trotz dieser Vorfälle verlief die Kundgebung weitgehend friedlich. Polizeichef Stefan Boese bestätigte, dass es bis zum Ende der Veranstaltung gegen 19 Uhr zu keinen größeren Ausschreitungen gekommen sei.
Die Demonstration endete ohne weitere Zwischenfälle, wenn auch die Verkehrsbeschränkungen vorübergehend zu Verzögerungen führten. Die Ermittlungen zu den Rechtsverstößen laufen derzeit. Die Behörden haben bisher keine weiteren Maßnahmen angekündigt.