20 Tonnen illegales Feuerwerk: Polizei sprengt Großhandel in Niedersachsen
Martina SieringPaar im Verdacht des illegalen Handels mit Pyrotechnik - rund 20 Tonnen beschlagnahmt - 20 Tonnen illegales Feuerwerk: Polizei sprengt Großhandel in Niedersachsen
Die Polizei in Niedersachsen hat einen großangelegten illegalen Handel mit Feuerwerkskörpern aufgedeckt. Zwei Männer im Alter von 29 und 63 Jahren stehen im Verdacht, hochwertige Pyrotechnik ohne die erforderlichen Genehmigungen gehandelt zu haben. Bei einer Razzia beschlagnahmten die Behörden etwa 20 Tonnen Sprengstoff.
Der Fall kam ans Licht, nachdem Beamte das Feuerwerk in einem ehemaligen Munitionsbunker in der Nähe von Reken entdeckt hatten, unweit der deutsch-niederländischen Grenze. Die beschlagnahmte Ware umfasste hoch explosive Böller der Kategorien F3 und F4, für die eine Sondergenehmigung erforderlich ist.
Einer der Verdächtigen war der Polizei bereits wegen einer ähnlichen Straftat bekannt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Duo Lagerstätten im Grenzgebiet nutzte, um die Ware in der gesamten EU zu vertreiben. Berichten zufolge belieferte der illegale Handel mindestens neun weitere europäische Länder mit Feuerwerkskörpern.
Den Männern drohen nun Anklagen wegen des unerlaubten Umgangs und der Verbreitung gefährlicher Pyrotechnik. Die Polizei untersucht weiterhin das volle Ausmaß ihrer Aktivitäten und mögliche Verbindungen zu anderen Händlern.
Der Fall unterstreicht die Gefahren des unregulierten Feuerwerkshandels in Europa. Die Behörden haben die Sprengstoffe sichergestellt und arbeiten daran, das Vertriebsnetzwerk zu zerschlagen. Mit Fortschreiten der Ermittlungen ist mit weiteren rechtlichen Schritten gegen die Verdächtigen zu rechnen.






