Designer Glööckler verrissen Olympia-Look: "Null Punkte" - Adidas-Outfits für Olympia 2026: Stolz oder Stilbruch?
Adidas hat die offizielle Kollektion für die deutsche Mannschaft bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen vorgestellt. Die in Zusammenarbeit mit Athlet:innen entwickelten Designs sollen nationalen Stolz mit modernem Stil verbinden. Doch wie bei früheren Spielen lösten die Outfits bereits jetzt eine Debatte aus.
Die neue Kollektion entstand in enger Abstimmung zwischen Adidas und den Sportler:innen von Team Deutschland. Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sollte dabei Tradition mit zeitgemäßem Appeal in Einklang gebracht werden. DOSB-Präsident Thomas Weikert bezeichnete das Ergebnis als "vollendeten Erfolg", der die Mannschaft zusammenbringe.
Doch nicht alle teilen diese Einschätzung. Modedesigner Harald Glöckler kritisierte die Entwürfe als "langweilig" und wenig originell – er vergab sogar die Schulnote sechs. Seine Kritik reiht sich ein in die seit Jahren geäußerte Unzufriedenheit mit der deutschen Olympiakleidung, die spätestens seit den Spielen 2014 in Sotschi immer wieder in der Kritik steht. Damals sorgten die als "Langnese-Twister"-Muster verspotteten Designs und die ungelenken Regenmantel-Mützen-Kombinationen für Spott, während Länder wie Norwegen oder die Mongolei mit schlichteren, eleganteren Uniformen glänzten.
Ähnliche Diskussionen gab es bereits bei den Sommerspielen 2021 in Tokio – und der Trend setzt sich offenbar bei den Winterspielen 2026 in Italien fort. Einzige Ausnahme bilden seit jeher die Skianzüge, die weiterhin die ikonischen schwarz-weißen Zebrastreifen tragen, die 1992 eingeführt wurden.
Trotz der Kritik melden sich auch Unterstützer:innen zu Wort. Bob-Weltmeister Francesco Friedrich betonte, stolz zu sein, die Outfits bei der Vertretung seines Landes zu tragen. In den sozialen Medien fällt die Resonanz hingegen gespalten aus.
Die neueste Olympiakollektion steht für einen weiteren Versuch, das sportliche Image Deutschlands aufzufrischen. Während Funktionäre und einige Athlet:innen die verbindende Wirkung der Designs loben, zeigt die vertraute Welle der Kritik: Die Diskussion über Stil und Identität ist noch lange nicht beendet. Bei den nächsten Winterspielen wird die Mannschaft die Outfits tragen – und die öffentlichen sowie medialen Reaktionen dürften weiterhin Gesprächsstoff liefern.