AfD in NRW zerrissen: Machtkampf um neue Jugendorganisation Generation Deutschland
Hans-Gerd JunkAfD in NRW zerrissen: Machtkampf um neue Jugendorganisation Generation Deutschland
Neue Jugendorganisation "Generation Deutschland" spaltet AfD in NRW
Die rechtspopulistische AfD steht vor neuen inneren Konflikten: In Nordrhein-Westfalen wurde mit Generation Deutschland (GD) eine neue Jugendorganisation gegründet, die als direkter Parteiverband fungiert. Die Gründung hat die Spannungen zwischen rivalisierenden Flügeln der Partei kurz vor einer entscheidenden Nachrichten aktuell wieder aufgeflammt lassen.
Die aktuelle nachrichten, die am 24. Januar 2026 in Düsseldorf stattfindet, wird darüber entscheiden, wer die GD-Landesgruppe kontrolliert – und damit möglicherweise die künftige Ausrichtung der gesamten Partei prägen.
Die neue Organisation ersetzt die Junge Alternative, die nach ihrer Einstufung als rechtsextrem durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) aufgelöst worden war. Die Mitgliedschaft in der GD ist nun ausschließlich AfD-Mitgliedern vorbehalten; die Partei will so die Disziplin in ihren Jugendreihen strenger durchsetzen.
Machtkampf zwischen zwei Lagern
Auf der einen Seite steht die Landesführung unter Martin Vincentz, deren Favorit für den GD-Vorsitz der 33-jährige Manuel Krauthausen ist. Krauthausen hat in der Vergangenheit antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und sich für eine "massive Remigration" ausgesprochen. Auf der anderen Seite formiert sich der selbsternannte "patriotische" Flügel um Matthias Helferich, einen rechtsextremen Bundestagsabgeordneten, der 2025 wegen ethnonationalistischer Positionen aus der AfD ausgeschlossen wurde. Trotz des Ausschlusses bleibt Helferich Parteimitglied und kämpft gegen die Entscheidung an.
Helferichs Anhänger dominieren den vorläufigen Instagram-Account der GD. Ihr Kandidat für den NRW-Vorsitz ist der 24-jährige Luca Hofrath, der Verbindungen zur rechtsextremen Identitären Bewegung unterhält. Über 300 junge AfD-Mitglieder werden in Iserlohn zusammenkommen, um abzustimmen – das Ergebnis könnte die künftige Richtung der Partei maßgeblich beeinflussen.
Folgen für die AfD-Führung
Sollte Helferichs Lager die Oberhand behalten, könnte dies Vincentz’ Wiederwahl als Landesvorsitzender auf dem Parteitag im März 2026 gefährden. Zudem würde das Ergebnis zeigen, ob sich der AfD-Nachwuchs weiter in Richtung extremistischer Positionen bewegt oder unter dem Einfluss der aktuellen Führung bleibt.
Die GD-Führungswahl am 24. Januar 2026 wird entscheiden, welche Strömung künftig die Jugendstrategie der Partei prägt. Das Ergebnis könnte entweder Vincentz’ Autorität stärken – oder den rechtsextremen Flügel bestärken und die Spaltung der AfD weiter vertiefen.
Die Kontrolle über die neue Organisation könnte zudem Auswirkungen auf die gesamte politische Ausrichtung der Partei vor künftigen Nachrichten haben.