25 December 2025, 06:53

Aggressiver Riesenwels am Brombachsee: Warum die Tötung rechtmäßig war

Eine Box mit Tierbildern und Text neben einer Speiseplatte, beide auf einem steinernen Podest.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Aggressiver Riesenwels am Brombachsee: Warum die Tötung rechtmäßig war

Riesenwels wird am Brombachsee aggressiv und greift Badende an – Tötung des Fisches für rechtmäßig erklärt

Im Juni letzten Jahres wurde ein zwei Meter langer Wels am Brombachsee in Mittelfranken aggressiv und verletzte mehrere Menschen. Der Vorfall löste eine Debatte über Tierschutz aus, nachdem die Behörden den Fisch aus Gründen der öffentlichen Sicherheit töten ließen. Monate später bestätigten Staatsanwälte, dass die Entscheidung rechtmäßig gewesen sei.

Der Angriff ereignete sich am 20. Juni, als der riesige Wels auf Schwimmer im See losging. Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen, als Badende panisch das Ufer erreichten. Experten vermuteten später, es könnte sich um ein beschützendes Männchen gehandelt haben, das aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Wasserstands aggressiv sein Gelege verteidigte.

Die Polizei entschied gemeinsam mit einem Angelverein und Wasserrettungskräften, dass der Wels eine zu große Gefahr darstellte. Ein Beamter feuerte drei Schüsse ab, verfehlte das Tier jedoch – schließlich fing ein Angler den Fisch und tötete ihn. Der Körper wurde später zu 120 Filetportionen verarbeitet und in einer örtlichen Gaststätte serviert.

Tierschutzorganisationen reichten umgehend Strafanzeigen ein und argumentierten, die Tötung verstoße gegen Artenschutzbestimmungen. Die Landeskriminalpolizei ermittelte, doch bis November kamen die Staatsanwälte zu dem Schluss, dass das Vorgehen gerechtfertigt gewesen sei. Der Vorfall entwickelte sich unterdessen zum lokalen Medienphänomen: Fans druckten T-Shirts und Tassen mit einem Der-Weiße-Hai-Motiv – doch ein konkreter Designer oder Verkäufer wurde nie genannt.

Das Verfahren wurde ohne Anklage eingestellt, die Tötung des Welses galt damit als rechtmäßig. Der Vorfall bleibt in der Region Gesprächsthema – eine Mischung aus Sicherheitsbedenken und dem ungewöhnlichen Schicksal eines Riesenfisches. Derweil hat sich der See wieder normalisiert; weitere Berichte über aggressive Fische gab es nicht.