23 January 2026, 06:31

Aktiencrash nach Lock-up-Ende: Kurs stürzt um 18,67 % ab

Ein blauer Liniengraph auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "ftse 100 index", der die Leistung des Index über die Zeit zeigt.

Aktiencrash nach Lock-up-Ende: Kurs stürzt um 18,67 % ab

Die Aktien des Unternehmens stürzten heute dramatisch ab, nachdem lang erwartete Haltefristen (Lock-up-Agreements) ausliefen. Der Kurs brach an der Düsseldorfer Börse um 18,67 % auf 1,22 Euro ein und setzte damit einen steilen Abwärtstrend fort, der in diesem Jahr bereits über 75 % des Werts vernichtet hat. Anleger reagierten auf die Befürchtung, dass nun Insider – die ihre Anteile erstmals frei handeln dürfen – den Verkaufsdruck erhöhen könnten.

Der Kurssturz fällt mit dem Ende der Haltefristen für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und frühe Investoren zusammen, die am 23. Januar 2026 ausliefen. Zwar gibt es keine öffentlichen Unterlagen, die bestätigen, welche Personen nun verkaufen dürfen, doch allein das Auslaufen der Fristen löste Sorgen vor einer Flut von Aktien aus, die auf den Markt drängen könnten. Die Handelsvolumina schossen in die Höhe, da viele Händler ihre Positionen glattzogen, um sich gegen eine mögliche Überangebotssituation abzusichern.

Der diesjährige Kursverfall des Unternehmens ist vor allem auf die Verwässerung des Aktienkapitals durch zwei große Übernahmen zurückzuführen – die Deals mit Plan A und The Remedy Project. Beide Transaktionen wurden durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert, was das Vertrauen der Anleger zusätzlich untergrub. Da keine positiven Nachrichten in Sicht sind, hängt die kurzfristige Performance des Unternehmens nun davon ab, wie stark die neu von den Haltefristen befreiten Aktionäre ihre Anteile veräußern werden. Analysten weisen darauf hin, dass das Fehlen kommender Wachstumsimpulse die Aktie weiter anfällig für Rückgänge macht. Die Kombination aus Kapitalverwässerung, schwacher Marktstimmung und dem Wegfall der Handelsbeschränkungen hat eine schwierige Ausgangslage für eine Erholung geschaffen.

Mit dem Auslaufen der Haltefristen ist eine wichtige Verkaufsbarriere entfallen, was den Abwärtsdruck auf die Aktie verstärkt. Ohne neue stützende Faktoren bleibt der Kurs weiter anfällig für starke Schwankungen. Marktbeobachter werden nun genau verfolgen, ob Insider in den kommenden Tagen ihre Beteiligungen reduzieren werden.