05 June 2026, 12:24

Antisemitische Vorfälle überschatten Fußballspiel in Köln – Ermittlungen laufen

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle überschatten Fußballspiel in Köln – Ermittlungen laufen

Ein lokales Fußballspiel zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete am 14. September in einem Eklat. Die Partie, die mit einem 7:2-Sieg für TuS Makkabi endete, wurde von schweren Vorwürfen wegen Beleidigungen und Gewalt überschattet. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts antisemitischer Beschimpfungen und körperlicher Angriffe auf Spieler des siegreichen Teams.

Der Fußballverband Mittelrhein hat nach Berichten über Fehlverhalten während des Spiels eine Verhandlung vor dem Sportgericht anberaumt. Sechs Personen stehen im Verdacht, antisemitische Schmähungen gegen Spieler von TuS Makkabi gerichtet zu haben. Zwei Athleten des Teams wurden zudem von einem Gegenspieler angespuckt, andere erlitten nach dem Schlusspfiff körperliche Übergriffe.

TuS Makkabi Köln hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet. Die Anhörung ist für den 10. Oktober in der Sportschule Hennef angesetzt, während die Ermittler weiterhin die genauen Abläufe rekonstruieren.

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TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück und kündigte eine interne Prüfung des Vorfalls an. Der Verein erklärte, man werde mit den Beteiligten sprechen, um die Vorgänge während und nach dem Spiel aufzuklären.

Der Fall bleibt Gegenstand aktiver Ermittlungen, sowohl in sportrechtlicher als auch in strafrechtlicher Hinsicht. Das Sportgericht wird die Beweislage prüfen, bevor über mögliche Sanktionen entschieden wird. Gleichzeitig sorgt die Strafanzeige dafür, dass die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt ebenfalls aufarbeitet.

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