Arminia Bielefeld zahlt 78.375 Euro Strafe für Fan-Krawalle – und investiert in Sicherheit
Klaus-Michael JopichHarte Strafe für Arminia Bielefeld - Arminia Bielefeld zahlt 78.375 Euro Strafe für Fan-Krawalle – und investiert in Sicherheit
Arminia Bielefeld mit 78.375 Euro Strafe wegen Fan-Ausschreitungen belegt
Arminia Bielefeld wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 78.375 Euro wegen Fehlverhaltens von Fans während drei Heimspielen verurteilt. Die Vorfälle umfassten Auseinandersetzungen in Partien gegen den 1. FC Kaiserslautern, VfL Bochum und Preußen Münster. Der Verein will nun den Fokus auf die Verstärkung von Sicherheitsmaßnahmen legen, um künftige Störungen zu verhindern.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verhängte die Strafe nach der Auswertung von Berichten über ruppiges Verhalten. Von der Gesamtstrafe können 26.125 Euro – etwa ein Drittel – in Sicherheitsverbesserungen und Gewaltpräventionsprogramme fließen. Diese Wiederverwendung der Mittel soll bestehende Initiativen stärken und nicht als direkte Bestrafung dienen.
Der Verein setzt sich bereits seit Langem für die Sicherheit der Fans ein. Seit 2011 fördert das Projekt "Arminia-Fans für Frieden" friedliches Verhalten durch Workshops, Fantreffen und freiwillige Gewaltverzichts-Erklärungen. Ein weiteres laufendes Vorhaben, die "No Aggro"-Initiative, ermöglicht seit 2008 den Dialog zwischen Anhängern, Polizei und Verein. Zudem beteiligt sich Arminia Bielefeld am DFB-Programm "Integration durch Fußball" und bietet bis mindestens 2025 Jugendaustausch und Antidiskriminierungs-Trainings an.
Die Entscheidung über Strafe und Mittelverwendung ist endgültig und nicht anfechtbar. Damit ist das Disziplinarverfahren abgeschlossen, während der Verein die Gelder in langfristige Präventionsstrategien lenken kann.
Die Strafe unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Zuschauerkontrollen bei Spielen von Arminia Bielefeld. Da ein Teil der Summe für Sicherheitsaufrüstungen vorgesehen ist, kann der Verein seine bestehende Gewaltpräventionsarbeit ausbauen. Ziel ist es, eine sichere Umgebung für Fans bei künftigen Spielen zu gewährleisten.






