21 December 2025, 19:05

Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

Ein Plakat, das eine Eisenbahn zeigt, die eine Brücke mit einer Truss-Struktur überquert, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK

  1. Dezember 2025, 14:12 Uhr

Die deutsche Bundesregierung investiert 170 Millionen Euro, um die Batteriezellenproduktion und grüne Technologien in ehemaligen Kohleabbaugebieten zu fördern. Die Mittel fließen im Rahmen des ausgeweiteten Förderprogramms STARK und sollen Arbeitsplätze schaffen sowie die industrielle Wende unterstützen. Drei große Vorhaben wurden nun genehmigt – regionale Politiker loben die wirtschaftliche Strahlkraft der Initiative.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hatte das STARK-Programm ins Leben gerufen, um den Strukturwandel in den Kohleregionen hin zu nachhaltigen Industrien zu begleiten. 2024 wurde das Programm um investitionsbasierte Wirtschaftsförderung erweitert, was nun zu den ersten bewilligten Projekten führte. Diese sollen insgesamt rund 600 Millionen Euro an Investitionen mobilisieren und etwa 600 neue Industriearbeitsplätze schaffen.

Drei zentrale Projekte nehmen nun konkrete Formen an: Das Unternehmen Cylib errichtet in Dormagen (Nordrhein-Westfalen) ein Werk zur Batterierecycling. AMG Lithium baut in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) eine Anlage zur Herstellung von batterietauglichen Lithiumsalzen auf. Gleichzeitig entsteht in Spreetal (Sachsen) durch Altech Batteries GmbH eine Fabrik für stationäre Energiespeichersysteme. Alle Vorhaben passen zum Ziel des Programms, Innovation in Regionen zu fördern, die einst vom Kohlebergbau abhängig waren.

Regionale Spitzenpolitiker begrüßen die Initiative. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies betonte die Bedeutung des STARK-Programms für Wilhelmshaven-Friesland, wo eine energieeffiziente Produktionslinie für Batteriekomponenten geplant ist. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hob die Rolle des AMG-Lithium-Projekts für die Zukunftssicherung des mitteldeutschen Bergbaureviers hervor. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst unterstützte das Programm und verwies auf dessen Potenzial, Investitionen im rheinischen Revier und im Ruhrgebiet anzukurbeln.

Die Bundesländer mit Standorten von Kohlekraftwerken sind aktiv eingebunden – sie beraten Unternehmen und unterstützen das BMWi bei der Projektauswahl. Zwar erhielten 2023 noch keine Firmen begrenzte STARK-Mittel für die Batteriezellenproduktion, doch die Erweiterung 2024 hat nun neue Chancen eröffnet.

Die 170 Millionen Euro fließen in drei große Industrieprojekte und sollen zusätzliche private Investitionen anziehen. Mit rund 600 neuen Arbeitsplätzen stärkt das Programm nicht nur die technologische Souveränität Deutschlands, sondern belebt auch die ehemaligen Kohleregionen. Die ersten bewilligten Vorhaben markieren einen konkreten Schritt hin zu einer nachhaltigen Produktionswirtschaft.