19 March 2026, 10:37

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Pumuckl, Dürers Hasen und Tracht

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf der Straße spielen, während sie durch eine Straße mit Gebäuden gehen, einige halten Fahnen, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Pumuckl, Dürers Hasen und Tracht

In mehreren bayerischen Städten haben herkömmliche Fußgängerampeln Platz für lokale Kultursymbole gemacht. München, Nürnberg und Dachau zeigen nun Figuren wie den "Pumuckl" oder Dürers berühmten Feldhasen. Der Trend hat eine Debatte über Verkehrssicherheit und regionale Identität ausgelöst.

Den Anfang machte 2016 Mainz mit den "Mainzelmännchen"-Figuren. Trier folgte 2018 mit Silhouetten von Karl Marx. Bayerns erste thematische Ampeln wurden Anfang 2025 in München installiert – mit dem schalkhaften "Pumuckl" als Motiv. Nürnberg führte im Februar 2026 ohne Rücksprache mit der Landesregierung Dürers Hasen ein. Die Stadtverwaltung betont, selbst für etwaige Probleme verantwortlich zu sein.

Augsburgs "Kasperl"-Ampel erforderte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. Hof scheiterte zunächst mit seinem Entwurf eines "Wärschtlamo"-Wurstverkäufers an Bedenken zur Verkehrssicherheit, erhielt später aber doch grünes Licht. Dachaus Ampelmännchen in traditioneller Tracht kommen bei den Bürgern so gut an, dass eine Erweiterung geplant ist – finanziert durch Spenden der Anwohner. Deggendorf zeigt eine Frau beim Schmarrn-Schleudern und unterstreicht damit den regionalen Charme.

Das bayerische Innenministerium lehnt die kreativen Designs ab und argumentiert, Ampeln dürften keine lokalen Eigenheiten oder soziopolitischen Botschaften transportieren. Dennoch bleiben etwa Straubings "Bruder Straubinger" oder Dachaus Tracht-Figuren bestehen – als Ausdruck lokalen Stolzes.

Thematische Ampeln sind mittlerweile in mehreren bayerischen Städten in Betrieb, weitere sollen folgen. Während einige Kommunen vorpreschen, hält die Landesregierung an ihrer Ablehnung fest. Die Diskussion, wie sich kulturelle Selbstinszenierung und Verkehrssicherheit vereinen lassen, geht weiter.

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