23 March 2026, 18:28

Bergisch Gladbach plant Gasnetze für synthetische Kraftstoffe um – kann das die Wende bringen?

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Energiequelle einschließlich fossiler Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Bergisch Gladbach plant Gasnetze für synthetische Kraftstoffe um – kann das die Wende bringen?

Bergisch Gladbach prüft Umnutzung des Gasnetzes für synthetische Kraftstoffe – eine Maßnahme, die Kosten sparen und Emissionen senken könnte. Die Stadt hatte kürzlich zu einer gut besuchten Veranstaltung eingeladen, um über ihre künftige Energiestrategie zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei praktische Lösungen für Haushalte und die kommunale Wärmeversorgung.

Rund 80 Teilnehmer folgten einer Veranstaltung der CDU-Nachhaltigkeitsarbeitsgruppe Bergisch Gladbach. Dr. David Bothe, Geschäftsführer bei Frontier Economics und Autor einer DIHK-Studie, präsentierte Erkenntnisse zu den Herausforderungen der Energiepolitik. Sein Vortrag behandelte hohe Kosten, technische Hürden und gesellschaftliche Widerstände beim Umstieg auf neue Energieträger.

Die Diskussion knüpfte an eine Studie an, die bereits im September 2023 vorgestellt worden war. Seither hat die Stadt ihre Position zu Wasserstoff und synthetischem Gas präzisiert und betrachtet diese nun als Übergangstechnologien. Im Juni 2025 wurde der aktualisierte Energieplan 2030 verabschiedet, der ihnen – neben der Elektrifizierung – eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung zuweist.

Dr. Bothe skizzierte zentrale Leitlinien für eine nachhaltige Energiepolitik: technologieneutrale Regelungen, Kosteneffizienz und Innovationsförderung. Er betonte, dass wirtschaftliche Stärke eine Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz bleibe. In der Debatte ging es zudem um den Energiebedarf privater Haushalte und die kommunale Wärmeplanung. Dabei wurde erörtert, wie bestehende Gasnetze für synthetische Kraftstoffe umgerüstet werden könnten.

Der Stadtrat hat inzwischen eine Strategie für 2025 beschlossen, die diese Ansätze aufgreift. Das Konzept zielt darauf ab, Dekarbonisierung und Bezahlbarkeit in Einklang zu bringen – durch den Einsatz neuer wie umgenutzter Infrastruktur.

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Im aktualisierten Energieplan Bergisch Gladbachs sind Wasserstoff und synthetisches Gas nun fest als Bestandteile der Transition verankert. Die Stadt setzt auf messbare Schritte, Kostenkontrolle und gemeinsames Handeln. Die Verantwortlichen werden die politischen Weichenstellungen weiter anpassen, um die Ziele für 2030 zu erreichen.

Quelle