Bergisch Gladbach plant Vorkaufsrecht für zentrales Isover-Gelände zur Jobförderung
Egbert PeukertBergisch Gladbach plant Vorkaufsrecht für zentrales Isover-Gelände zur Jobförderung
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung für das Gewerbegebiet West vorgeschlagen. Diese würde der Stadt ein Vorkaufsrecht für zentrale Gewerbeflächen einräumen, darunter auch das Gelände von Saint-Gobain Isover. Mit dem Schritt soll das langfristige Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplatzentwicklung in der Region gestärkt werden.
Die geplante Verordnung betrifft ein 18,8 Hektar großes Areal zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu gehört das 11 Hektar große Gelände von Saint-Gobain Isover, das zentral in Bergisch Gladbach liegt und etwa halb so groß ist wie das Zanders-Areal. Das Gebiet grenzt zudem an die Britannia Hütte, die Hermann-Löns-Straße, die S-Bahn-Gleise der Linie S11 sowie eine geplante neue Brücke.
Die Stadt möchte diese Flächen sichern, um arbeitsintensive Betriebe in der Nähe des Bahnhofs anzusiedeln. Dadurch könnten neue Arbeitsplätze entstehen und die lokalen Verkehrsanbindungen gestärkt werden. Die Verwaltung betrachtet die Zone als entscheidend für die Entwicklung der Innenstadt.
Saint-Gobain Isover plant derzeit keinen Verkauf des Geländes und investiert stattdessen in den Standort. Die Beschäftigtenzahl am Standort schwankte in den letzten Jahren stark: Sie sank von 220 auf 60 Mitarbeiter, bevor sie wieder auf 75 anstieg.
Falls die Verordnung verabschiedet wird, könnte Bergisch Gladbach das Isover-Gelände bei Bedarf erwerben. Die Stadt hofft, das Areal für wirtschaftliche Expansion und die Schaffung von Arbeitsplätzen nutzen zu können. Der Vorschlag spiegelt die Bemühungen wider, die zukünftige Entwicklung des Gewerbegebiets West aktiv zu gestalten.






