Bergisch Gladbach will Strunde renaturieren – Millionenförderung entscheidet über Zukunft
Egbert PeukertBergisch Gladbach will Strunde renaturieren – Millionenförderung entscheidet über Zukunft
Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Gelände voran
Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung gebilligt, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker fordern nun ihre Bundestagsabgeordnete auf, die notwendige Unterstützung in Berlin zu sichern.
Erst kürzlich hatte sich der Rat für die Teilnahme am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ ausgesprochen. Damit kann Bergisch Gladbach Fördergelder beantragen, um die Strunde freizulegen und naturnah umzugestalten – ein zentraler Baustein für die Neunutzung des Zanders-Areals.
Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss das Gesicht des Gebiets grundlegend verändern wird. Sie erwartet, dass dies die Attraktivität des Standorts für künftige Nutzungen deutlich steigert.
Auch die SPD steht hinter dem Vorhaben. Fraktionschef Klaus W. Waldschmidt hat die lokale Abgeordnete Caroline Bosbach (CDU) aufgefordert, sich im Bundestag für das Projekt starkzumachen. Andreas Ebert, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD, hofft auf eine positive Entscheidung des Haushaltsausschusses.
Bei Erfolg könnte das Bundesprogramm rund 5,4 Millionen Euro beisteuern; die verbleibenden 20 Prozent würde die Stadt aus ihren Sondervermögen finanzieren. Die endgültige Förderentscheidung liegt beim Bundestag, mit einer Auswahl der Projekte voraussichtlich Ende 2026.
Das Schicksal des Strunde-Projekts hängt nun von der Bundesförderung ab. Fließen die Mittel, kann die Stadt mit den Renaturierungsarbeiten beginnen. Ziel ist es, die Klimaresilienz zu stärken und gleichzeitig ein historisches Industrieareal neu zu beleben.






