Berliner Rolltreppen-Knigge: Warum Linkssteher alle aufhalten
In Berlin gelten für Rolltreppen eine ungeschriebene Regel: Rechts stehen, links gehen. Dieses einfache System hält die Stadt in Bewegung – effizient und ohne unnötige Verzögerungen. Doch nicht alle halten sich daran, und wer dagegen verstößt, sorgt oft für Frust.
Die linke Seite der Rolltreppe ist denen vorbehalten, die es eilig haben – eine schnelle Spur für alle, die keine Zeit verlieren wollen. Doch manche stellen sich trotzdem einfach hin und blockieren den Weg. Die Berliner nennen sie scherzhaft Linkssteher – und sie bremsen alle aus, die hinter ihnen unterwegs sind.
In Berlin ist Zeit eine Art inoffizielle Währung. Jede Sekunde zählt, besonders wenn man zur Arbeit hetzt oder noch schnell den Zug erreichen muss. Linkssteher stören diesen Rhythmus und verwandeln eine schnelle Fahrt in eine unnötige Wartezeit.
Täglich spielt sich auf den Rolltreppen der Konflikt zwischen Hektik und Gleichgültigkeit ab. Die einen haben es eilig, die anderen bleiben einfach stehen – egal, ob sie die Aufhaltung bemerken oder ignorieren. Das Ergebnis ist eine kleine, aber hartnäckige Nervensäge in einer Stadt, die Effizienz großschreibt.
Linkssteher bleiben eine geringe, aber spürbare Plage in Berlin. Sie brechen eine unausgesprochene Regel, die den reibungslosen Ablauf im Stadtleben sichert. Für alle, die es eilig haben, ist jede blockierte Rolltreppe eine Erinnerung daran, wie kleine Unachtsamkeiten den Alltag durcheinanderbringen können.






