Betrunkener Obdachloser greift Bundespolizisten am Recklinghäuser Hauptbahnhof an
Egbert PeukertBetrunkener Obdachloser greift Bundespolizisten am Recklinghäuser Hauptbahnhof an
Am 4. März kam es am Hauptbahnhof Recklinghausen zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Bundespolizisten wurden von einem 38-jährigen Obdachlosen wegen Rauchens und Spuckens auf Gleis 1 zur Rede gestellt und angegriffen. Der Vorfall eskalierte schnell und führte zu seiner Festnahme sowie einer richterlich angeordneten Untersuchungshaft.
Die Schwierigkeiten begannen, als die Beamten den türkischen Staatsbürger wegen Verstößen gegen die Bahnhofsordnung ansprachen. Statt sich kooperativ zu zeigen, wurde er aggressiv und versuchte, einen der Polizisten mit dem Kopf zu stoßen. Später wurde bei ihm ein Blutalkoholwert von etwa 1,7 Promille festgestellt.
Als die Beamten ihn in Gewahrsam nehmen wollten, leistete der Mann heftigen Widerstand. Zur Überstellung zur Wache mussten zusätzliche Kräfte hinzugezogen werden, um ihn zu fixieren. Ein Bereitschaftsrichter verfügte anschließend die Fortdauer der Untersuchungshaft, um weitere Straftaten zu verhindern.
Die Behörden haben Ermittlungen wegen des Angriffs eingeleitet. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Gewaltdelikten gegen Bundespolizisten in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr vor, doch Berichte deuten auf einen steigenden Trend von Übergriffen auf Einsatzkräfte in der gesamten Region hin.
Dem Festgenommenen drohen nun mögliche Anklagen wegen der tätlichen Attacke. Die richterlich angeordnete Haft soll eine Wiederholung der Gewalttat verhindern. Die weiteren rechtlichen Schritte werden sich aus den Ermittlungsergebnissen ergeben.






