07 February 2026, 08:42

Bewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und schafft neue Tradition

Ein Gedenkstein in einer Stra{\ss}e umgeben von Gras, Pflanzen, B"{a}umen, Laternenmasten und Fahrzeugen, mit Geb"{a}uden und einem bew"{o}lktem Himmel im Hintergrund, gewidmet den Holocaust-Opfern.

Bewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und schafft neue Tradition

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem feierlichen Gedenkmarsch, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die Veranstaltung fiel mit dem bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zusammen. Die Organisatoren zeigten sich ermutigt über die Resonanz und kündigten an, den Marsch künftig als jährliche Tradition zu etablieren.

Der Gedenkmarsch startete am Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße. Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede, in der sie die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur und die fortwährende gesellschaftliche Verantwortung betonte, die Vergangenheit wachzuhalten.

Die Teilnehmenden folgten einer Route, die an der Viktoriaschule, dem Hauptbahnhof sowie mehreren Standorten der Stolpersteine vorbeiführte. An jeder Station berichteten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Stadtmuseums und lokale Guides über historische Hintergründe, persönliche Schicksale und die Bedeutung der Erinnerungskultur. Begleitet wurde der Marsch musikalisch vom Lünen-Süd-Blasorchester.

Eine weitere Station war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe, bevor der Marsch im Gemeinschaftszentrum St. Georg mit einem gemeinsamen Austausch endete. In Lünen wurden bereits sechs Stolpersteine verlegt, darunter am 11. Dezember 2025 in der Borker Straße 5, die an die jüdische Familie Rosenbaum erinnern.

Die Veranstaltung brachte Anwohner:innen, Historiker:innen und Musiker:innen zusammen, um über die Vergangenheit zu reflektieren. Die Organisatoren bestätigten, den Marsch auch in den kommenden Jahren fortzuführen und unterstrichen damit Lünens Engagement für das Gedenken. Der Erfolg der Aktion zeigte, wie lebendig die Auseinandersetzung mit der Geschichte in der Stadt ist.