Bielefeld startet Kampagne gegen steigende Unfälle von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Egbert PeukertBielefeld startet Kampagne gegen steigende Unfälle von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Die Bielefelder Polizei hat eine neue Verkehrssicherheitskampagne gestartet, um Radfahrer, E-Scooter-Fahrer und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Die Initiative unter dem Motto "Sicher.Mobil.Leben – Zwei Räder im Fokus" ist eine Reaktion auf den deutlichen Anstieg von Verletzungen bei ungeschützten Zweiradnutzern im Jahr 2025. Mit verstärkten Kontrollen und Aufklärungsmaßnahmen sollen Unfälle verringert und Menschenleben gerettet werden.
Im Jahr 2025 entfielen 51,3 Prozent aller Verkehrsverletzten auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer – ein Anstieg um 7,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren Kinder und Jugendliche, bei denen Radfahrer in dieser Altersgruppe überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt waren. Auch die Zahl der E-Scooter-Unfälle stieg drastisch um 82,35 Prozent an, vor allem bei jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren.
Die Polizei wird ihre Streifen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und bekannten Unfallschwerpunkten zwischen 7:00 und 20:00 Uhr verstärken. Beamte achten dabei auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen, korrektes Abbiegen, die vorgeschriebene Ausstattung sowie regelkonformes Verhalten von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern. Gleichzeitig richtet sich die Kampagne auch an Autofahrer, die aufgefordert werden, besonders auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu achten – etwa in toten Winkeln.
Als Hauptrisikofaktoren wurden Ablenkungen wie die Nutzung von Smartphones oder das Tragen von Noise-Cancelling-Kopfhörern beim Radfahren oder Fahren identifiziert. Solche Gewohnheiten mindern die Wahrnehmung von Gefahren im Straßenverkehr und erhöhen das Risiko schwerer Verletzungen. Die Kampagne zielt darauf ab, alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme zu ermutigen.
Langfristiges Ziel ist die "Vision Zero" – eine Zukunft ohne Todesopfer oder schwere Verletzungen im Straßenverkehr. Die Polizei betont, dass dies nur durch die Zusammenarbeit von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern erreicht werden kann.
Die "Sicher.Mobil.Leben"-Kampagne setzt auf strengere Kontrollen und öffentliche Aufklärung als zentrale Strategien. Durch die Fokussierung auf besonders gefährdete Bereiche und Verhaltensweisen hofft die Bielefelder Polizei, die Zahl der Unfälle mit Zweiradnutzern deutlich zu reduzieren. Der Erfolg der Initiative hängt maßgeblich von einem gestiegenen Bewusstsein und der gemeinsamen Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer ab.






