07 May 2026, 08:18

Bielefelder Betrügerbanden-Trick: 400 Kunden mit Fake-Dienstleistungen geprellt

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Nebenkosten in Rechnungen anprangert.

Betrugsvorwürfe: Überteuerte Rechnungen, Kein Service - Bielefelder Betrügerbanden-Trick: 400 Kunden mit Fake-Dienstleistungen geprellt

Fünf Männer aus Bielefeld müssen sich nun wegen schweren Betrugsvorwürfen verantworten, nachdem sie angeblich über Jahre hinweg einen systematischen Betrug mit Schädlingsbekämpfung und Rohrreinigung betrieben haben sollen. Die Polizei nahm die Gruppe im September 2024 fest, nachdem mehr als 400 Kunden über überteuerte Rechnungen und mangelhafte Leistungen Beschwerde eingereicht hatten.

Die Beschuldigten, zwischen 28 und 33 Jahre alt, werden 167 Straftaten vorgeworfen, die sich über einen Zeitraum von sechs Jahren erstrecken. Ermittlern zufolge begann das kriminelle Geschäft im August 2018, als einer der Angeklagten ein Unternehmen anmeldete, das Schlüsseldienste, Rohrreinigungen und Schädlingsbekämpfung anbot. Die beauftragten Arbeiten wurden jedoch entweder gar nicht oder nur unzureichend ausgeführt.

Kunden berichteten, unter Druck gesetzt worden zu sein, sofort zu zahlen – bar oder per Karte – für Leistungen, die extrem überteuert waren. In einigen Fällen hatten die Folgen schwerwiegende Auswirkungen, darunter eine Küchenexplosion und Dachverunreinigungen. Die Behörden vermuten, dass die Gruppe unqualifizierte Arbeiter einsetzte, um die Aufträge auszuführen, was die Täuschung noch verschlimmerte.

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Bisher hat sich nur einer der fünf Männer zu den Ermittlungen geäußert. Obwohl die Anklage einen Schaden von 113.500 Euro umfasst, warnen Beamte, dass dies nur ein Bruchteil des tatsächlichen Gesamtschadens sein könnte. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Gruppe Verbindungen zu überregionalen kriminellen Netzwerken unterhält.

Der Fall wurde mittlerweile an das Landgericht Bielefeld überwiesen, doch alle fünf Beschuldigten bleiben bis zum Prozess auf freiem Fuß.

Die Vorwürfe zeigen ein Muster aus aggressiver Überberechnung und mangelhafter Dienstleistung, das sich über Jahre hinzog. Mit mehr als 400 eingereichten Beschwerden läuft die Ermittlung weiter, um weitere Geschädigte zu identifizieren. Die Behörden schließen zusätzliche Festnahmen nicht aus, während sie mögliche Verbindungen zu größeren kriminellen Strukturen prüfen.

Quelle