Bielefelds Polizei startet Offensive gegen tödliches Rasen auf Straßen und Autobahnen
Martina SieringBielefelds Polizei startet Offensive gegen tödliches Rasen auf Straßen und Autobahnen
Die Polizei Bielefeld hat neue Maßnahmen eingeleitet, um die Zahl der Verkehrsunfälle durch Rasen zu verringern. Der Vorstoß folgt auf die Zahlen von 2025, die überhöhte Geschwindigkeit als Hauptursache für schwere Unfälle in der gesamten Region auswiesen. Die Behörden setzen auf strengere Kontrollen und Aufklärungsarbeit, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Allein in Bielefeld wurden 2025 insgesamt 1.071 Verkehrsunfälle mit Personenschäden registriert. In 92 dieser Fälle war überhöhte Geschwindigkeit die primäre Ursache. Noch gravierender war die Situation auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei: Dort führten 297 Unfälle zu 482 Verletzten oder Toten – wobei Rasen in 80 Fällen eine entscheidende Rolle spielte.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, intensiviert die Polizei die Geschwindigkeitskontrollen in Bielefeld und Ostwestfalen. Die Standorte dieser Kontrollen werden nicht bekannt gegeben, um Autofahrer zu einem durchgängig regelkonformen Verhalten zu bewegen. Zudem werden Beamte mit erwischten Raser:innen Sicherheitsgespräche führen, um das Risikobewusstsein zu schärfen.
Die Kampagne ist Teil der landesweiten Initiative "Vision Zero", die darauf abzielt, Verkehrsopfer und schwere Verletzungen vollständig zu vermeiden. Die Polizei Bielefeld hat hierfür eine spezielle "Strategie zur Vermeidung von Verkehrsunfällen" entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Reduzierung von Unfällen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmer:innen, die durch überhöhte Geschwindigkeit besonders gefährdet sind.
Die Maßnahmen kombinieren Überwachung und Aufklärung, um sicherere Fahrgewohnheiten zu fördern. Durch die gezielte Bekämpfung von Rasen und eine verstärkte Sensibilisierung hofft die Polizei auf einen nachhaltigen Rückgang der Unfälle mit Personenschäden. Langfristig soll so die Sicherheit auf den Straßen der Region für alle Verkehrsteilnehmer:innen verbessert werden.






