05 February 2026, 12:42

Bonn: Nordbrücke auf der A565 überraschend früher wieder frei

Ein Lastwagen fährt unter einer Brücke auf einer Stadtstraße, umgeben von Gebäuden, Straßenlaternen, Verkehrsschildern, Strommasten, Stromkabeln, Kraftfahrzeugen, Barrieren, Büschen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Vollständige Sperrung der Bonner Autobahn wird voraussichtlich am Freitagabend enden - Bonn: Nordbrücke auf der A565 überraschend früher wieder frei

Nordbrücke auf der A565 in Bonn fünf Tage früher als geplant wieder für den Verkehr freigegeben

Die Nordbrücke auf der A565 in Bonn ist fünf Tage früher als vorgesehen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Brücke, die täglich von rund 100.000 Fahrzeugen genutzt wird, war wegen struktureller Bedenken vorübergehend gesperrt worden. Nach beschleunigten Reparaturen an der Stützkonstruktion hoben die Behörden die Einschränkungen auf.

Die in den 1960er-Jahren erbaute Nordbrücke war nie für die heutigen hohen Verkehrsbelastungen ausgelegt. Bei jüngsten Kontrollen wurden schwere Schäden festgestellt, die Sicherheitsbedenken aufwarfen. Ab Montag gilt daher ein Durchfahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen.

Ursprünglich sollte die Vollsperrung der A565 länger andauern. Da die Bauarbeiter die Notfallarbeiten an der Stützkonstruktion jedoch vorzeitig abschlossen, konnte der Verkehr bereits am Freitagabend wieder rollen. Trotz dieser vorübergehenden Lösung wird ein kompletter Neubau der maroden Brücke frühestens in den 2030er-Jahren beginnen.

Bereits für 2026 ist eine große, dreijährige Bauphase geplant. In dieser Zeit müssen Autofahrer auf Ausweichrouten wie die A555, A61 und regionale Straßen wie die B9 und B56 ausweichen. Dynamische Verkehrssysteme sowie Umleitungen über die Kennedybrücke und die Südbrücke sollen zudem den Verkehrsfluss steuern.

Die Nordbrücke bleibt eine entscheidende Verbindung für Bonn, wobei etwa fünf Prozent des täglichen Verkehrs auf Schwerlastfahrzeuge entfallen. Zwar ist die akute Sperrung aufgehoben, doch langfristige Lösungen stehen noch in weiter Ferne. Bis dahin werden Einschränkungen und Umleitungen den Verkehr in der Region prägen.