Bottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen protestieren bei One Billion Rising
Klaus-Michael JopichBottrop tanzt gegen Gewalt: 80 Menschen protestieren bei One Billion Rising
Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 auf dem Ernst-Wilczok-Platz in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall tanzten die Teilnehmenden im Rahmen der weltweiten One Billion Rising-Kampagne solidarisierend miteinander. Die Aktion sollte Überlebende bestärken und besseren Schutz für Gefährdete einfordern.
Die Demonstration markierte das elfte Jahr, in dem sich Bottrop am internationalen Aktionstag beteiligte. Organisiert vom Frauenzentrum Courage lenkte sie den Blick auf die anhaltenden Probleme männlicher Gewalt und Femizide – insbesondere durch aktuelle oder ehemalige Partner. Das diesjährige Motto Ni una menos – Frauen in Flammen unterstrich die Dringlichkeit der Thematik.
Zu den Gästen zählten lokale Amtsträger wie Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Live-Musik von A Mournful Experience und Choreografien der Peter-Frank-Tanzschule begleiteten die Menge beim protestierenden Tanzen.
One Billion Rising wurde 2012 von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer globalen Bewegung entwickelt, mit Kundgebungen in über 200 Ländern. Besonders engagiert zeigen sich Deutschland und Österreich: Städte wie Potsdam, Stralsund und Würzburg veranstalten jährlich um den 14. Februar Flashmobs.
In Bottrop kamen Aktivist:innen, Verantwortliche und Betroffene zusammen, um Veränderung zu fordern. Mit Tanz und Musik setzten sie ein klares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Organisator:innen planen, die Kampagne in den kommenden Jahren fortzuführen – gestützt auf den weltweiten Schwung der Bewegung.






