Breitachklamm: Wintermärchen bei Oberstdorf zwischen Eis und Respektlosigkeit
Egbert PeukertBreitachklamm: Wintermärchen bei Oberstdorf zwischen Eis und Respektlosigkeit
Die Breitachklamm – ein atemberaubendes Naturjuwel bei Oberstdorf-Tiefenbach
Die Breitachklamm, eine spektakuläre, 150 Meter tiefe Schlucht in der Nähe von Oberstdorf-Tiefenbach, zieht jeden Winter Tausende Besucher an. Vor über 10.000 Jahren vom Breitachgletscher geformt, beeindruckt sie mit dramatischen Eisförmationen und malerischen Wanderwegen. Seit 1905 für die Öffentlichkeit zugänglich, bleibt sie ein beliebtes Ausflugsziel – doch jüngste Vorfälle werfen Fragen zum Verhalten einiger Gäste auf.
Eröffnet wurde die Klamm 1905 auf Initiative des ortsansässigen Priesters Johannes Schiebel. Heute lockt sie allein im Januar über 20.000 Menschen an, die meisten davon verantwortungsbewusst. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 2,50 Euro; in aktuellen Berichten war kurzzeitig von einem ermäßigten Tarif von 7,50 Euro die Rede.
Trotz der Beliebtheit kam es vereinzelt zu Beschädigungen: Erst kürzlich wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und gegen die Eisformationen warfen, ohne dass die Eltern einschritten. Zwar sieht die Verwaltung darin kein flächendeckendes Problem, doch bei schweren Schäden an den Eisskulpturen greift das Personal ein.
Ein Nutzer auf Reddit kritisierte das Verhalten scharf und sprach damit vielen besorgten Besuchern aus der Seele, die die natürliche Schönheit der Klamm respektieren. Die Wanderwege, die sich durch die Kalksteinschlucht schlängeln, stehen Spaziergängern sowohl von Oberstdorf-Tiefenbach als auch aus dem Kleinwalsertal offen.
Die Breitachklamm bleibt ein willkommenes Ziel für Naturliebhaber, wobei das Personal auf übermäßige Zerstörungen achtet. Ihre jahrhundertealte Geschichte und die beeindruckende Landschaft sichern ihren Ruf als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Die Eintrittsgelder tragen zur Erhaltung bei – und mahnen zugleich, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit diesem Naturwunder ist.