Brüder vor Gericht: Illegale Krähenfalle im Wald entdeckt und überführt
Martina SieringBrüder vor Gericht: Illegale Krähenfalle im Wald entdeckt und überführt
Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, eine illegale Krähenfalle in einem Waldgebiet aufgestellt zu haben. Der selbstgebaute Käfig war im Januar 2024 von Tierschützern entdeckt worden und so konstruiert, dass gefangene Vögel keine Chance auf Flucht hatten. Die Behörde wurde alarmiert und leitete Ermittlungen ein, bei denen die Verdächtigen mithilfe von Wildkamera-Aufnahmen identifiziert werden konnten.
Bei dem Käfig handelte es sich um eine sogenannte Krähenfalle, eine in Deutschland verbotene Lebendfalle. Vögel konnten durch eine schmale, trichterförmige Öffnung hineingelangen, fanden jedoch keinen Weg mehr hinaus. Aktivisten wurden auf die Falle aufmerksam und erstatteten umgehend Anzeige bei den Behörden.
Die beiden Brüder – einer von ihnen ist Jäger – stehen in Verbindung mit dem Fall. Zwar behauptete der Jäger, die Falle sei nicht funktionsfähig gewesen, doch die Ermittler widerlegten diese Aussage. Eine in der Nähe platzierte Wildkamera lieferte entscheidende Beweise und bestätigte die Beteiligung der Brüder.
Das Motiv hinter der Falle bleibt unklar. Die Behörde konnte bisher nicht aufklären, warum die Brüder die Falle aufgestellt hatten oder ob vor ihrer Entdeckung bereits Tiere zu Schaden gekommen sind. Diese Fragen sollen im bevorstehenden Prozess weiter untersucht werden.
Der Fall kommt nun vor Gericht, wo sich die Brüder wegen der illegalen Falle verantworten müssen. Die Ermittler bestätigten, dass die Vorrichtung funktionsfähig war – entgegen der Aussage des Jägers. Im Prozess wird das genaue Ausmaß der Straftat sowie mögliche weitere Konsequenzen geklärt werden.






