22 December 2025, 14:55

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Ein Auto mit Textzitaten darunter.

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Bundeskartellamt verhängt 2025 deutlich weniger Bußgelder

Teaser: Das Bundeskartellamt hat 2025 wegen Kartellverfahren deutlich weniger Bußgelder verhängt als im Vorjahr.

22. Dezember 2025, 05:38 Uhr

Das Bundeskartellamt hat im Jahr 2025 deutlich weniger Bußgelder verhängt als in den Vorjahren. Die Gesamtstrafen beliefen sich auf rund 10 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber 26 Millionen Euro im Jahr 2024. Einer der bekanntesten Fälle betraf die Lech-Stahlwerke, einen bayerischen Stahlproduzenten, der wegen seiner Beteiligung an einem langjährigen Kartell verurteilt wurde.

Die in Meitingen ansässigen Lech-Stahlwerke erhielten 2025 eine Strafe in Höhe von 21 Millionen Euro, nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf das Urteil bestätigt hatte. Das Unternehmen war zwischen 2002 und 2016 in eine Preisabsprache bei Edelstahl verwickelt. Ein weiteres Stahlunternehmen steht noch in laufenden Ermittlungen.

Die jährlichen Bußgeldsummen können stark schwanken, je nachdem, wann große Verfahren abgeschlossen werden. 2014 verhängte die Behörde mit 1,1 Milliarden Euro einen Rekord, während 2019 rund 848 Millionen Euro fällig wurden – hauptsächlich wegen eines einzigen Stahlkartells. 2023 sanken die Strafen dagegen auf nur 2,8 Millionen Euro, unter anderem wegen pandemiebedingter Verzögerungen. In diesem Jahr wurde Sennheiser mit 6 Millionen Euro bestraft, weil das Unternehmen Händler gezwungen hatte, die Ladenpreise zu erhöhen. Zudem gingen beim Bundeskartellamt 2025 rund 600 anonyme Hinweise ein, was die anhaltenden Bemühungen zur Aufdeckung wettbewerbswidrigen Verhaltens unterstreicht. Kartellabsprachen bleiben illegal, da sie den Wettbewerb einschränken und oft zu höheren Verbraucherpreisen führen.

Die Bußgelder für 2025 markieren einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Mit 10 Millionen Euro liegen die Strafen weit unter den 26 Millionen Euro aus dem Jahr 2024. Das Bundeskartellamt ermittelt weiterhin in mehreren Fällen, darunter auch in einem noch nicht abgeschlossenen Stahlkartellverfahren.