Bundesverdienstkreuz für Edeltraut Müller: Ein Leben im Dienst der Nächstenliebe
Klaus-Michael JopichBundesverdienstkreuz für Edeltraut Müller: Ein Leben im Dienst der Nächstenliebe
Edeltraut Müller erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk im Dienst an anderen
Edeltraut Müller ist mit der höchsten Auszeichnung Deutschlands geehrt worden: Am 28. November 2025 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für ihr jahrzehntelanges soziales Engagement überreicht. Ihr Wirken reicht von der Kranken- und Hospizpflege bis hin zu bahnbrechenden Projekten für unheilbar kranke Patienten.
Ihre Laufbahn begann Müller als Ordensschwester in Münster, bevor sie als Krankenschwester im Essener Pflegeheim Philippusstift arbeitete. Später übernahm sie die Leitung des Caritas Stift St. Lambertus in Rellinghausen, wo sie eine bis dahin einzigartige Regelung in Essen einführte: Bewohner durften Haustiere halten. Zudem sparte sie Kosten, indem sie Sponsoren für den vierteljährlich erscheinenden Hausbrief gewann.
2014 gehörte sie zu den ersten Ehrenamtlichen des Wünschewagen-Projekts, das sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Im Laufe der Jahre begleitete sie über 100 Patienten auf Reisen, die zwischen sechs Stunden und mehreren Tagen dauerten. Seit 2017 engagiert sie sich zudem für die St. Ludgeri Stiftung in Essen-Werden – am Empfang und bei der Organisation von Veranstaltungen.
Das 1951 gestiftete Bundesverdienstkreuz ist die einzige allgemeine Auszeichnung Deutschlands für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl. Verliehen wird es von Ministerpräsidenten, Bundesministern oder kommunalen Vertretern wie Bürgermeistern und Landräten.
Müllers Auszeichnung würdigt ihr langjähriges Engagement in Pflege und Gemeinschaftsarbeit. Ob in der Krankenpflege, der Hospizarbeit oder durch innovative Projekte – ihr Einsatz hat unzählige Menschen erreicht. Die Ehrung steht sowohl für ihre persönliche Hingabe als auch für die weitreichende Wirkung ihres Handelns.






