Bundeswehr vergibt 118-Millionen-Auftrag für Puma-Ausbildungssysteme an Rheinmetall
Klaus-Michael JopichBundeswehr vergibt 118-Millionen-Auftrag für Puma-Ausbildungssysteme an Rheinmetall
Die deutsche Bundeswehr hat einen Großauftrag über neun Ausbildungssysteme für den Schützenpanzer Puma vergeben. Der im Dezember 2025 geschlossene Vertrag hat ein Volumen von rund 118,5 Millionen Euro. Rheinmetall wird eine zentrale Rolle bei der Lieferung der hochmodernen Systeme bis Mitte 2027 spielen.
Die Vereinbarung fällt mit einer deutlichen Kursbewegung der Rheinmetall-Aktie zusammen, die innerhalb von nur fünf Tagen um fast 19 Prozent gestiegen ist. Anleger beobachten nun gespannt, ob sich der Aufwärtstrend der Aktien fortgesetzt oder eine Korrektur bevorsteht.
Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erteilte den Auftrag offiziell am 19. Dezember 2025. Die PSM Projekt System & Management GmbH, ein Joint Venture von KNDS Deutschland und Rheinmetall, sicherte sich den Zuschlag. Rheinmetall fungiert als wichtiger Unterauftragnehmer, wobei die Sparte Elektronik die Projektumsetzung leitet.
Die Auslieferung der Puma-Ausbildungssysteme soll ab Mitte 2027 beginnen. Der Auftrag unterstreicht die laufenden Modernisierungsbemühungen der Bundeswehr und stellt sicher, dass Soldaten mit modernster Simulationstechnik für die Infanterieausbildung ausgestattet werden.
Unterdessen rückt auch die finanzielle Performance von Rheinmetall in den Fokus. Ein kürzlicher Anstieg der Aktienkurse um 19 Prozent folgte auf positive Aussagen zu den US-Militärausgaben und starke Unternehmensupdates. Der Kursanstieg lässt Anleger jedoch unsicher zurück, wie es mit der Aktie weitergeht.
Neben Rüstungsaufträgen macht Rheinmetall auch im Energiesektor Fortschritte. Das Unternehmen hat kürzlich ein Projekt zur Entwicklung fortschrittlicher Elektrodentechnologie für die alkalische Elektrolyse abgeschlossen und diversifiziert damit sein Portfolio weiter.
Der 118,5-Millionen-Euro-Auftrag festigt Rheinmetalls Position als wichtiger Zulieferer der deutschen Streitkräfte. Mit den für 2027 geplanten Lieferungen wird das Projekt die Ausbildungsfähigkeiten der Puma-Infanterieeinheiten der Bundeswehr stärken. Die Aktienperformance und technologischen Innovationen des Unternehmens unterstreichen dessen wachsenden Einfluss in den Bereichen Verteidigung und Industrie.