Bundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Martina SieringBundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Zoll startet bundesweite Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Sicherheitsgewerbe
Die deutschen Zollbehörden haben eine groß angelegte Kontrollwelle gegen nicht angemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche eingeleitet. Unter der Leitung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls sind mehr als 2.100 Beamte im Einsatz, die sowohl stichprobenartige als auch flächendeckende Betriebsprüfungen durchführen. Im Fokus stehen dabei Veranstaltungssecurity, Objektschutz sowie die Einhaltung von Mindestlohn- und Sozialversicherungsvorschriften.
Die FKS hat ihre Kontrollen in Branchen ausgeweitet, die besonders anfällig für Schwarzarbeit sind – darunter Logistik, Veranstaltungssecurity und Bewachungsdienste. In den vergangenen zwei Jahren gerieten große Sicherheitsunternehmen wie G4S, Securitas und Kötter Security Services wegen Steuerhinterziehung, illegaler Beschäftigung und nicht gemeldeter Arbeitsverhältnisse in die Kritik. Die aktuelle Aktion knüpft an diese Ermittlungen an.
Zollbeamte führen dabei unangekündigte Kontrollen durch und überprüfen sämtliche Beschäftigte an ausgewählten Arbeitsstätten. Geprüft werden unter anderem Leiharbeitsverhältnisse, die Einhaltung des Mindestlohns sowie mögliche Sozialleistungsbetrugsfälle. Zudem richtet sich die Aktion gegen die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte und sichert die Erfüllung der Sozialversicherungspflichten.
Erste Ergebnisse der Kontrollwelle werden noch in dieser Woche erwartet. Die FKS betont, dass solche Kampagnen dem Schutz öffentlicher Einnahmen, fairer Arbeitsbedingungen und gleicher Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen dienen.
Die Razzia unterstreicht die Rolle des Zolls im Kampf gegen Schwarzarbeit und bei der Sicherung der Sozialversicherungssysteme. Mit über 2.100 eingesetzten Beamten zielt die Aktion auf die Durchsetzung von Arbeitsgesetzen und die Verhinderung von Ausbeutung in Risikobranchen ab. Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen veröffentlicht.






