Busbranche in Deutschland ächzt unter hohen Dieselpreisen und plant Kraftstoffzuschläge

Klaus-Michael Jopich
Klaus-Michael Jopich
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Eine Liniengrafik, die den monatlichen On-Highway-Dieselpreis in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zwei Linien, die unterschiedliche Datensätze darstellen, und einem Logo in der rechten unteren Ecke.Klaus-Michael Jopich

Busbranche in Deutschland ächzt unter hohen Dieselpreisen und plant Kraftstoffzuschläge

Busunternehmen in ganz Deutschland kämpfen mit hohen Dieselpreisen

Trotz jüngster Rückgänge bleiben die Dieselkosten in Deutschland auf hohem Niveau – und setzen die Branche unter Druck. Thomas Fischer, Inhaber eines Reisebusunternehmens in Nordrhein-Westfalen, steht nach einer Fahrt nach Südtirol, die ihn 200 Euro mehr für Sprit kostete, vor schwierigen Entscheidungen. Die finanzielle Belastung zwingt ihn nun dazu, die Mehrkosten über einen neuen Kraftstoffzuschlag an die Kunden weiterzugeben.

Ausgelöst wurde die Krise durch den Energieschock Anfang 2022, als Russland die Ukraine überfiel. Damals schnellten die Dieselpreise in Deutschland von etwa 1,60 Euro pro Liter auf über 2,50 Euro im Sommer desselben Jahres hoch. Zwar sanken die Preise später wieder – auf rund 1,70 Euro Ende 2023 –, doch aktuell liegen sie im März 2026 zwischen 1,55 und 1,65 Euro pro Liter.

Fischers Unternehmen, wie viele andere in der Branche, verfügt über kein eigenes Tanklager. Er ist gezwungen, zu den aktuellen Marktpreisen zu betanken – was jede Fahrt unkalkulierbar teurer macht. Erst kürzlich zeigte sich das Problem bei einer Reise nach Südtirol, als die Spritkosten um etwa 200 Euro stiegen. Da keine Entlastung in Sicht ist, plant Fischer, für zukünftige Buchungen einen Aufschlag zu erheben.

Doch das Problem betrifft nicht nur sein Unternehmen. Der Verband der Busunternehmen in Nordrhein-Westfalen bestätigt, dass vor allem Linienverkehrsbetriebe unter den hohen Kosten leiden. Viele arbeiten mit langfristigen Verträgen, die keine Anpassung an schwankende Spritpreise vorsehen. Einige Kollegen berichten, ihre Tanks fast leer zu fahren, weil sie sich das Nachtanken nicht leisten können. Kunden, die den Zuschlag nicht zahlen wollen, sollen die Möglichkeit erhalten, Fahrten ohne Stornogebühren abzusagen.

Der geplante Aufschlag soll Fischers Unternehmen entlasten – doch die Kosten werden damit auf die Reisenden abgewälzt. Betreiber mit Festpreisen bleiben besonders verwundbar, da ihre Verträge die gestiegenen Spritkosten nicht abdecken. Ohne weitere Änderungen wird die Branche auch künftig mit schmalen Margen und harten Entscheidungen konfrontiert sein.

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