Buschfeld in Solingen: Wohnbau-Reservegebiet soll zu Ackerland werden
Klaus-Michael JopichBuschfeld in Solingen: Wohnbau-Reservegebiet soll zu Ackerland werden
Das Gebiet Buschfeld in Solingen soll seinen Status als potenzielles Wohnbau-Reservegebiet im Landesentwicklungsplan Düsseldorf verlieren. Ein Antrag zur Umwidmung in Freiflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen wurde im Planungsausschuss des Regionalrats mit breiter Mehrheit angenommen. Die endgültige Entscheidung obliegt jedoch dem gesamten Regionalrat.
Die Abstimmung im Planungsausschuss zeigte eine deutliche Unterstützung für die Neuklassifizierung, während sich die FDP/Freie Wähler-Fraktion und ein SPD-Vertreter dagegen aussprachen. Befürworter argumentieren, dass die Änderung den Erhalt von Freiflächen und Ackerland in Buschfeld sichere.
Kritiker, darunter die FDP/Freie Wähler, sehen in dem Schritt hingegen eine Einschränkung der langfristigen Entwicklung Solingens. Sie warnen, dass die ohnehin begrenzten Expansionsmöglichkeiten der Stadt durch das schwierige Gelände und strenge Planungsvorschriften weiter verschärft würden. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Niederrhein als auch die Handwerkskammer Düsseldorf hatten sich in früheren Anhörungen gegen die Umwidmung ausgesprochen.
Die Fraktion bezeichnete die Entscheidung als Fehler und kündigte an, sich weiterhin für mehr Flexibilität bei Wohn- und Gewerbeprojekten einzusetzen.
Die Diskussion um Buschfeld verdeutlicht den Konflikt zwischen dem Erhalt von Grünflächen und den Anforderungen an Wohnraum sowie wirtschaftliche Entwicklung. Nun liegt es am gesamten Regionalrat, über die endgültige Einstufung des Gebiets zu entscheiden. Das Ergebnis wird die Flächennutzungspolitik Solingens in den kommenden Jahren prägen.






