29 December 2025, 02:34

BVB-Frauenhandball droht Aus für geplante Sporthalle in Dortmund-Hörde

Eine Gruppe von Spielern spielt Fußball auf einem Feld, das von einem Maschendrahtzaun umgeben ist, mit Bäumen, Leitern und Strommasten auf der anderen Seite.

BVB-Frauenhandball droht Aus für geplante Sporthalle in Dortmund-Hörde

Pläne für neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund-Hörde vor großem Rückschlag

Der Bau einer neuen Multifunktions-Sporthalle in Dortmund-Hörde, die als Heimstätte für das Erstliga-Frauenteam der Handballabteilung von Borussia Dortmund vorgesehen war, steht vor einem schweren Dämpfer. Die Anlage sollte auf dem Gelände des alten Phoenix-West-Hochofenwerks entstehen. Doch nun wirft ein Finanzierungsproblem die gesamten Pläne infrage.

Die geplante Halle sollte das historische Schaltwartegebäude 101 umnutzen – ein Vorhaben, das vom früheren Oberbürgermeister Thomas Westphal und BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke unterstützt wurde. Das Frauenteam, das in der höchsten deutschen Spielklasse antritt, benötigt dringend eine moderne Spielstätte. Da der Bund jedoch seinen „Sportmilliarden“-Fonds* ausschließlich für Sanierungen und nicht für Neubauten bereitstellt, bleibt die Finanzierungslücke ungedrückt.

Eine alternative Sporthalle in der Nähe des Dortmunder U soll zwar bis Ende 2029 fertiggestellt werden, doch eine verbindliche Vereinbarung mit dem BVB steht noch aus. Der Verein, der traditionell eher in Nachwuchsförderung als in Infrastruktur investiert, sieht sich nun mit begrenzten Optionen konfrontiert. Scheitert das Phoenix-West-Projekt, kämen als Ausweichlösungen infrage: die Sanierung bestehender Räumlichkeiten wie der Trainingsbereiche im Westfalenstadion, eine Kooperation mit benachbarten Veranstaltungsorten wie der Westfalenhalle oder sogar die Anmietung einer privat errichteten Regionalarena. Denkbar wären auch der Neubau einer Halle auf einem anderen Brachlandgelände oder ein Netzwerk kleinerer Standorte für Training und Spiele.

Ohne schnelle Lösung bleibt die Zukunft der Spielstätte des Handballteams ungewiss. Der BVB muss nun abwägen – zwischen Kosten, Standort und langfristigen Bedürfnissen. Die Entscheidung wird nicht nur den Spielbetrieb prägen, sondern auch die Dortmunder Sportinfrastruktur auf Jahre hinaus beeinflussen.