DAK-Gesundheit verklagt Staat: Drohen höhere Krankenkassenbeiträge 2026?
Hans-Gerd JunkDAK-Gesundheit verklagt Staat: Drohen höhere Krankenkassenbeiträge 2026?
DAK-Gesundheit verklagt Bundesregierung wegen Finanzierungslücken
Die DAK-Gesundheit geht rechtlich gegen die Bundesregierung vor. Der Vorstandsvorsitzende des Krankenversicherers, Andreas Storm, reichte am Montag Klage beim Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen ein. Er wirft der Regierung vor, im Gesundheitsfonds für 2026 zu wenig Mittel bereitgestellt zu haben, was die Beitragssätze für die Versicherten steigen lasse.
Im Mittelpunkt der Klage stehen nach Storms Angaben unzureichende Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Die DAK-Gesundheit argumentiert, die staatlichen Zuschüsse lägen unter dem Bedarf der gesetzlichen Krankenkassen. Ohne ausreichende Bundesmittel drohe im kommenden Jahr eine Erhöhung der Beiträge um 0,5 Prozentpunkte.
Storm betont, dass zusätzliche Bundesmittel in Höhe von 10 Milliarden Euro jährlich die Beiträge stabil hätten halten können. Zudem wirft die Klage Fragen zur Finanzierung des Bürgergelds auf. Zwar geht die DAK-Gesundheit allein vor, doch schließt sie sich damit einer breiteren Initiative anderer Kassen an, die ähnliche Kritik vorbringen. Die rechtlichen Schritte folgen auf frühere Urteile, die Storm zufolge die Finanzierungslücke nicht behoben hätten. Mit der Klage will der Versicherer noch vor der Finalisierung der Haushaltspläne für 2026 eine Kurskorrektur erzwingen.
Das Verfahren könnte finanzielle Auswirkungen auf Millionen Beitragszahler haben. Bei Erfolg müsste die Regierung die Mittelverteilung anpassen und die geplante Beitragserhöhung möglicherweise abwenden. Eine Entscheidung des Gerichts wird in den kommenden Monaten erwartet.