Das Ende der Kölner Rundschau: 30 Journalisten verlieren ihre Jobs bis 2026
Hans-Gerd JunkDas Ende der Kölner Rundschau: 30 Journalisten verlieren ihre Jobs bis 2026
Die Kölner Rundschau wird am 1. April 2026 endgültig eingestellt, wie ihr ehemaliger stellvertretender Chefredakteur Stefan Überall bestätigt hat. Die Schließung folgt einem umfassenden Umstrukturierungsplan des Verlags DuMont und Heinen Verlag, durch den etwa 30 Mitarbeiter ihre Stellen verlieren. Die Entscheidung hat scharfe Kritik von Journalistengewerkschaften ausgelöst und Sorgen um die Medienvielfalt in Köln geschürt.
Stefan Überall, der als Chefreporter und stellvertretender Chefredakteur tätig war, gab die Nachricht auf LinkedIn bekannt. Er bezeichnete die Schließung als schweren Schlag, der nicht nur das Team, sondern auch seine eigene Karriere trifft. Erst vor etwas mehr als einem Jahr zur Zeitung gestoßen, hatte er gehofft, dort eine langfristige journalistische Heimat aufzubauen.
Der Verlag Heinen Verlag hat faire Abfindungsregelungen für die betroffenen Mitarbeiter zugesagt. Dennoch verurteilen die Gewerkschaften den Schritt scharf und argumentieren, dass damit der lokale Journalismus geschwächt werde. Überall, der nun nach einer neuen Position sucht, prüft Möglichkeiten in Köln, dem Rheinland oder dem gesamten Nordrhein-Westfalen – sowohl im Medienbereich als auch darüber hinaus.
Die Einstellung der Rundschau markiert einen weiteren Wandel in der deutschen Regionalpresse. Zwar gibt es keine genauen Angaben zur konkreten Rolle der Zeitung im Kölner Mediengefüge, doch ihr Verschwinden beseitigt eine langjährige Stimme. Die Entscheidung fällt in eine Zeit branchenweiter Herausforderungen, darunter finanzielle Engpässe und sich ändernde Lesegewohnheiten.
Mit der für Anfang 2026 geplanten Schließung der Rundschau steht für 30 Journalisten die Zukunft auf dem Spiel. Die Umstrukturierung des Verlags spiegelt die größeren Probleme im regionalen Nachrichtenwesen wider, wo Kostensenkungen und die Digitalisierung die Beschäftigungslandschaft verändern. Überalls öffentliche Jobsuche unterstreicht die persönlichen Folgen dieser branchenweiten Umbrüche.






