11 March 2026, 18:21

Deutsche Bank verliert jahrelangen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären

Ein altes Buch mit einem floralen Design auf dem Cover, betitelt mit "Die Betrugereierten der Bank fürs" vor schwarzem Hintergrund.

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - Deutsche Bank verliert jahrelangen Rechtsstreit mit Postbank-Aktionären

Ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank ist endlich beendet. Der Bundesgerichtshof wies die letzte Revision der Bank zurück und bestätigte damit, dass Entschädigungszahlungen geleistet werden müssen. Im Mittelpunkt des Streits stand der Vorwurf, dass die Aktionäre bei der Übernahme im Jahr 2010 zu niedrig abgefunden wurden.

Der Fall nahm seinen Anfang, nachdem die Deutsche Bank 2010 die Mehrheit an der Postbank übernommen hatte. Die Aktionäre erhielten damals 25 Euro pro Aktie, hielten das Angebot jedoch für zu niedrig. Sie argumentierten, die Bank hätte bereits 2008 ein Angebot abgeben müssen, als der Postbank-Aktienkurs noch bei 57,25 Euro lag.

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Das Oberlandesgericht Köln entschied zugunsten der Kläger und verurteilte die Deutsche Bank, die Differenz auszugleichen. Die Bank legte Revision ein, doch der Bundesgerichtshof wies diese 2026 zurück und beendete damit den juristischen Dauerkonflikt.

Dreizehn ehemalige Aktionäre hatten die Klage angeführt und Entschädigung für die Unterbewertung gefordert. Mit Zinsen beläuft sich die Gesamtzahlung nun auf rund 112 Millionen Euro. Die Deutsche Bank hatte bereits Rückstellungen für die Kosten gebildet.

Das Urteil bestätigt, dass die Deutsche Bank die Aktionäre für die Lücke zwischen dem Übernahmeangebot von 2010 und dem Aktienkurs von 2008 entschädigen muss. Die Bank hat die Entscheidung akzeptiert und zieht damit einen Schlussstrich unter den seit einem Jahrzehnt schwelenden Streit. Alle noch ausstehenden Ansprüche werden nun auf Grundlage des rechtskräftigen Urteils geregelt.

Quelle