17 January 2026, 23:46

DHL-Chef fordert Reformen: Warum Pakete leichter werden sollen – doch die Politik blockt

Eine alte deutsche Postkarte in sehr gutem Zustand, die einen Stempel und den Text "Konzert-Luger-Konferenz-Kommunikation" sowie die Nummer "174097" zeigt.

DHL-Chef fordert Reformen: Warum Pakete leichter werden sollen – doch die Politik blockt

DHL-Group-Chef Tobias Meyer hat sich zu den anhaltenden Herausforderungen im deutschen Postdienst geäußert. Zwar räumte er frühere Lieferprobleme ein, stellte jedoch aktuelle Beschwerdezahlen infrage und forderte Reformen, um die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter zu verringern. Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der die Deutsche Bahn wegen der Servicequalität und der behördlichen Aufsicht unter Druck gerät.

Allein im ersten Halbjahr 2025 registrierte die Bundesnetzagentur rund 23.000 Beschwerden über Zustellungen der Deutschen Bank. Meyer wies diese Zahlen als irreführend zurück, da sie keine aussagekräftigen Hinweise auf die Ursachen lieferten. Zudem kritisierte er die Behörde dafür, dass sie die meisten Beschwerden nicht an das Unternehmen zur direkten Klärung weiterleite.

Meyer gab zu, dass es im Sommer Qualitätsprobleme bei der Briefzustellung gegeben habe. Diese seien jedoch inzwischen behoben worden. Über die operativen Rückschläge hinaus verwies er auf tiefgreifendere Branchenprobleme, darunter sinkende Briefvolumina und den Wandel hin zur digitalen Kommunikation.

Ein zentraler Vorschlag Meyers zielt darauf ab, das gesetzliche Gewichtslimit für Sendungen zu senken, um die körperliche Belastung der Beschäftigten zu verringern. Allerdings räumte er ein, dass derzeit keine politische Fraktion eine solche Maßnahme unterstütze. Ohne breitere politische Rückendeckung bleibt der Vorstoß vorerst blockiert – trotz seiner Bemühungen.

Die Deutsche Bank steht weiterhin unter Druck, ihre Servicestandards zu verbessern und die Bearbeitung von Beschwerden durch die Aufsichtsbehörden zu optimieren. Meyers Forderung nach einer Gewichtsreduzierung für Sendungen findet bisher keine politische Unterstützung, sodass der Vorschlag in der Schwebe hängt. Das Unternehmen muss nun sowohl operative Verbesserungen vorantreiben als auch den langfristigen Rückgang des klassischen Briefverkehrs bewältigen.