23 December 2025, 00:43

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwrdig

Der Umschlag des Buches "St. Nikolaus fr November" zeigt Santa Claus und ein Kind.

Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwrdig - Dieser Weihnachtswerbespot ist recht merkwrdig

Dieser Weihnachtswerbespot ist ziemlich skurril

Dieser Weihnachtswerbespot ist ziemlich skurril

Dieser Weihnachtswerbespot ist ziemlich skurril

  1. Dezember 2025, 12:59 Uhr

Deutsche Marken mischen die Weihnachtswerbung 2025 mit mutigen, ungewöhnlichen Kampagnen kräftig auf. Statt verschneiter Klischees setzen die diesjährigen Spots auf Action-Parodien, Nachhaltigkeitsbotschaften und sogar eine grantige Großmutter. Der Wandel zielt darauf ab, sich von vorhersehbaren Feiertagsfloskeln zu lösen – ohne dabei den festlichen Geist zu verlieren.

Mehrere große Unternehmen setzen auf Absurdität, Humor und zum Nachdenken anregende Themen, um sich in einem überfüllten Markt abzuheben.

EDEKAs Kampagne Das EDEKA A-Team verwandelt Supermarktmitarbeiter in überzeichnete Action-Helden. Der Spot imitiert 80er-Jahre-Serien mit Zeitlupen-Stunts und übertriebener Dramatik. Die Angestellten kämpfen sich durch das vorweihnachtliche Einkaufschaos – eine Mischung aus selbstironischem Humor und dem Wahnsinn der letzten Vorbereitungen.

Schindlers Werbung hingegen wählt einen leiseren, aber ebenso ungewöhnlichen Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die unsichtbaren Helden des Alltags: Aufzugtechniker. In einer berührenden, familienzentrierten Erzählung wird ihre Arbeit gewürdigt – ganz ohne klassische Weihnachtsmotive. Stattdessen rückt Dankbarkeit für alltägliche Leistungen in den Fokus. Bei Mydays äußert sich eine direkt sprechende Großmutter abfällig über gestrickte Geschenke. Ihre Ehrlichkeit wirbt für Erlebnisgeschenke statt materieller Präsente – eine humorvolle, aber nachvollziehbare Pointe. Aldi Süds Don’t Stop Believin’ kontrastiert weihnachtlichen Stress mit Momenten der Schönheit und verbindet Realismus mit Wärme.

Noch ernsthafter wird es bei Armedangels: Hier ersetzt der Osterhase den Weihnachtsmann. Dieser surrealistische Tausch kritisiert Überkonsum und die verschwimmende Grenze zwischen Fiktion und Realität. Ein zweiter Spot der Marke plädiert für bewussten Konsum und regt an, in der Weihnachtszeit über Nachhaltigkeit nachzudenken. dm verzichtet in Kommt zusammen. An Weihnachten und jedem Tag komplett auf Schnee und Lametta. Eine Familie versammelt sich in einem sonnendurchfluteten Garten am See – Achtsamkeit statt festlichem Überfluss. Der Spot inszeniert sich bewusst als Gegenentwurf zum üblichen Weihnachtsstress.

Die diesjährigen deutschen Weihnachtskampagnen markieren einen deutlichen Bruch mit der Tradition. Durch Absurdität, Humor und gesellschaftlichen Kommentar definieren Marken die Festtagswerbung neu. Die Strategien spiegeln einen größeren Trend wider: Publikum soll mit frischen, einprägsamen Geschichten erreicht werden – statt mit abgedroschenen Weihnachtsklischees.