DRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophen unvorbereitet – was jetzt fehlt
Martina SieringDRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophen unvorbereitet – was jetzt fehlt
Deutschland auf Notfälle schlecht vorbereitet – Rotes Kreuz warnt vor Lücken
Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist Deutschland auf Notfälle nach wie vor unzureichend vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt betonte, dass es im Land an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für worst-case-Szenarien fehle. Sie ruft nun Haushalte und Schulen auf, umgehend Schritte zur Verbesserung der Sicherheit zu unternehmen.
Hasselfeldt unterstrich, dass jeder Haushalt Vorräte für mindestens drei Tage – besser noch für zwei Wochen – anlegen sollte. Dazu gehören Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und notwendige Medikamente. Zudem empfahl sie, eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio griffbereit zu halten.
Die DRK-Chefin riet Familien darüber hinaus, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, der auch den Eigenschutz umfasst. Über die private Vorsorge hinaus forderte sie, an Schulen verbindliche Schulungen einzuführen. Konkret schlug sie vor, dass Siebtklässler jährlich zwei Stunden in Wiederbelebungsmaßnahmen unterrichtet werden, um lebensrettende Fähigkeiten zu stärken. Bisher hat kein Bundesland eine solche Ausbildung verpflichtend in den Lehrplan aufgenommen. Zwar ehrte Brandenburg 2023 einzelne Schulen wie die BOS Kirchmöser mit Preisen, ein flächendeckendes Programm gibt es jedoch nicht. Das DRK argumentiert, dass eine breitere Umsetzung die Notfallversorgung deutlich verbessern könnte.
Die Warnungen des Roten Kreuzes zeigen die Defizite in Deutschlands Katasrophenvorsorge auf. Ohne bessere Vorbereitung in Haushalten und schulische Schulungen droht das Land auf große Krisen unvorbereitet zu sein. Das DRK setzt sich weiterhin für stärkere Maßnahmen auf individueller und institutioneller Ebene ein.