08 February 2026, 06:37

Druckluftpistole löst sich in Bad Driburg – Schüler leicht verletzt

Ein Feuerwehrmann in einem Helm sitzt zwischen Trümmern, darunter Steine und Flaschen, mit einer teilweise sichtbaren Wand im Hintergrund, die wahrscheinlich den Namen des Gebäudes anzeigt, das von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.

Druckluftpistole löst sich in Bad Driburg – Schüler leicht verletzt

Schüler in Bad Driburg bei Unfall mit Druckluftpistole verletzt

Ein Schüler in Bad Driburg wurde verletzt, nachdem eine Druckluftpistole außerhalb des Schulgeländes versehentlich losgegangen war. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 27. Januar 2026. Zwei Tage später beschlagnahmte die Polizei die Waffe und leitete Ermittlungen ein.

Der Unfall passierte, als ein Schüler die mit Pressluft betriebene Pistole mit in die Schule gebracht hatte. Als er sich außerhalb des Schulgebäudes aufhielt, löste sich ein Schuss, wodurch ein Mitschüler leicht verletzt wurde. Die Behörden sicherten die Waffe umgehend.

Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, nahm die Polizei offiziell die Ermittlungen auf. Geprüft wird, ob der Tatbestand der schweren Körperverletzung vorliegt. In ähnlichen Fällen in Nordrhein-Westfalen kam es bereits zu Anklagen wegen fahrlässiger Körperverletzung nach § 229 StGB.

Frühere Vorfälle mit versehentlichen Schüssen aus Attrappenwaffen in Schulen hatten bereits juristische Konsequenzen. 2018 musste ein Schüler in Duisburg ein Bußgeld zahlen, nachdem eine Airsoft-Pistole unbeabsichtigt losgegangen war. In einem Fall aus dem Jahr 2022 in Köln erhielt ein Minderjähriger eine Jugendstrafe, nachdem ein Mitschüler durch eine beschlagnahmte Waffe verletzt worden war. Beide Fälle führten zu polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen.

Die Ermittlungen zum Vorfall in Bad Driburg dauern noch an. Sollte es zu einer Anklage kommen, drohen dem verantwortlichen Schüler Strafen von Geldbußen bis hin zu jugendstrafrechtlichen Maßnahmen. Der Fall reiht sich ein in eine Serie von juristischen Verfahren nach vergleichbaren Waffenunfällen an Schulen.