Duisburgs Stolpersteine im Fokus: Ein Vortrag über Erinnerung und Demokratie
Klaus-Michael JopichDuisburgs Stolpersteine im Fokus: Ein Vortrag über Erinnerung und Demokratie
Öffentlicher Vortrag zum Stolpersteine-Projekt in Duisburg
Nächsten Monat findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über das Stolpersteine-Gedenkprojekt statt. Die Historikerin Dr. Marina Sassenberg spricht über die kleinen Messingtafeln, die in Gehwege der Stadt eingelassen sind. Ihr Vortrag mit dem Titel "Stolpersteine im Pflaster" beleuchtet deren Bedeutung für Erinnerungskultur und Demokratie.
Die Veranstaltung beginnt am 10. November 2023 um 20:00 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster (Steinsche Gasse 26, Duisburg-Innenstadt). Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Diskussion über die Wirkung des Projekts. Der Eintritt kostet fünf Euro; eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Jeder Stolperstein besteht aus einem zehn Zentimeter großen Kopfstein mit einer Messingplatte, die Name, Geburtsjahr, Deportationsdatum und Todesort eines Opfers trägt. Initiiert vom Künstler Gunter Demnig, wurden allein in Duisburg über 300 dieser Gedenksteine verlegt – sie erinnern an Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt wurden.
In ihrem Vortrag setzt sich Dr. Sassenberg mit den Stärken und Grenzen der Stolpersteine als Form der Erinnerung auseinander. Zudem geht es um die Verbindung dieser Mahnmale zu demokratischen Werten. Weitere Informationen gibt es bei der VHS unter der Telefonnummer 49 203 283-984617.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie Stolpersteine das Gedenken im öffentlichen Raum bewahren. Gleichzeitig wird ihre Bedeutung für bürgerliches Engagement und historisches Bewusstsein hervorgehoben. Interessierte müssen sich vorab anmelden, um teilnehmen zu können.






