04 February 2026, 15:05

DVV feuert zwei Top-Manager nach Bestechungsvorwürfen und Dokumentenvernichtung

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Amerikaner sparen durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung gegen überhöhte Überziehungs- und Scheckgebühren jährlich 5,5 Milliarden Dollar."

Exorbitante Gehälter für Betriebsräte? DVV-Chefs entlassen - DVV feuert zwei Top-Manager nach Bestechungsvorwürfen und Dokumentenvernichtung

Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft entlässt zwei Spitzenmanager nach schweren Vorwürfen

Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) hat zwei Führungskräfte nach schweren Vorwürfen wegen Fehlverhaltens fristlos entlassen. Die Entlassungen erfolgten, nachdem Polizeirazzien am 3. und 4. Februar 2026 Hinweise auf Bestechung, Vernichtung von Unterlagen und illegale Zahlungen an Betriebsratsmitglieder zutage gefördert hatten. Ein anonymer Hinweis hatte die Ermittlungen zu dem nun als möglicher Gehaltsskandal bezeichneten Fall ausgelöst.

Die Affäre nahm ihren Lauf, als eine anonyme Quelle die Behörden auf mögliche Verstöße aufmerksam machte. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt die beiden ehemaligen Geschäftsführer nun, Betriebsratsmitgliedern deutlich höhere Zahlungen geleistet zu haben, als es das deutsche Arbeitsrecht zulässt. Sollten sich diese Vorwürfe bestätigen, könnten sie einen Vertrauensbruch sowie Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz darstellen.

DVV und die Stadt Duisburg handelten umgehend und setzten die beiden Manager unmittelbar nach den Razzien ab. Oberbürgermeister Sören Link, der zugleich den Aufsichtsrat der DVV leitet, beauftragte eine unabhängige Kanzlei mit der Prüfung der Vorwürfe. Die beiden Beschuldigten hatten sich zunächst bereit erklärt, vorübergehend zurückzutreten, sollen später jedoch versucht haben, die Ermittlungen zu behindern.

Die Ermittler prüfen nun, ob die Führungskräfte Mitarbeiter angewiesen haben, Beweismaterial zu vernichten. Zur Debatte stehen unter anderem Anklagepunkte wie Anstiftung zur Unterdrückung von Dokumenten und Justizbehinderung. Der Betriebsrat, der erheblichen Einfluss auf die rund 4.500 DVV-Mitarbeiter ausübt, steht weiterhin im Fokus, da er möglicherweise unrechtmäßige Vorteile erhalten haben könnte.

Der Fall stellt die DVV vor erhebliche rechtliche und reputative Herausforderungen. Da über die Entlassungen und die Zusammenarbeit mit den Behörden hinaus keine weiteren öffentlichen Maßnahmen bekannt gegeben wurden, rückt nun die externe Untersuchung sowie mögliche Gerichtsverfahren in den Mittelpunkt. Das Ergebnis könnte weitreichende Folgen für das Zusammenspiel von Betriebsräten und Führungskräften im deutschen öffentlichen Sektor haben.