E.ON stockt Investitionen auf 48 Mrd. Euro auf – doch Genehmigungen fehlen noch
Martina SieringE.ON stockt Investitionen auf 48 Mrd. Euro auf – doch Genehmigungen fehlen noch
E.ON stockt Investitionsbudget um 10 % auf 48 Milliarden Euro bis 2030 auf – Fokus auf Netzausbau
Der Energiekonzern hat sein Investitionsvolumen um 10 % auf 48 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 erhöht, mit Schwerpunkt auf den Ausbau der Stromnetze. Die Umsetzung der Pläne hängt jedoch von den regulatorischen Genehmigungen der deutschen Bundesnetzagentur ab. Aktionäre können sich zudem über eine höhere Dividende freuen: Für das Jahr 2026 schlägt das Unternehmen eine Ausschüttung von 0,57 Euro pro Aktie vor, über die auf der Hauptversammlung entschieden wird.
Die Aktie von E.ON erreichte Mitte März mit 20,30 Euro ein 52-Wochen-Hoch, korrigierte seitdem jedoch auf etwa 18,85 Euro. Dennoch zeigt sich die Unternehmensführung zuversichtlich hinsichtlich des langfristigen Wachstums und peilt ein bereinigtes EBITDA von 13 Milliarden Euro bis 2030 an. Für 2026 erwartet E.ON jedoch einen leichten Rückgang beim operativen Ergebnis: Das bereinigte Konzern-EBITDA soll zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro liegen.
Netzentgelte für deutsche Verbraucher schwanken In den vergangenen Jahren unterlagen die Netzentgelte starken Schwankungen. Zwischen 2021 und 2023 stiegen die Netzgebühren deutlich an und trugen maßgeblich dazu bei, dass der Strompreis von 31,89 auf 42,22 Cent pro Kilowattstunde kletterte. Durch staatliche Entlastungsmaßnahmen sank der Preis 2024 und 2025 auf 34 bis 38 Cent pro Kilowattstunde. Für 2026 ist eine weitere Senkung um etwa 1,5 Cent (7 %) geplant, finanziert durch 6,5 Milliarden Euro staatlicher Unterstützung für Netzbetreiber.
Investoren erhalten im nächsten Quartalsbericht, der am 13. Mai 2026 ansteht, ein klareres Bild über die Fortschritte des Konzerns. Ob E.ON seine finanziellen und expansiven Ziele erreicht, wird maßgeblich von den anstehenden regulatorischen Entscheidungen in den kommenden Monaten abhängen.
E.ON setzt auf 48-Milliarden-Investitionsoffensive für Netze – höhere langfristige Erträge im Visier Die Strategie des Konzerns zielt auf eine massive Ausweitung der Netzinfrastruktur ab, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Über die erhöhte Dividende stimmen die Aktionäre im April ab, während die Regulierungsbehörden den Rahmen für die Expansionspläne setzen werden. Der nächste Finanzbericht im Mai wird zeigen, wie sich diese Vorhaben entwickeln.






