Ehrenamtliche Übersetzer stärken Integration in 13 Sprachen
Klaus-Michael JopichEhrenamtliche Übersetzer stärken Integration in 13 Sprachen
Eine neue Gruppe gemeindebasierter Übersetzerinnen und Übersetzer hat ihre Ausbildung im Rahmen eines von der Stadt finanzierten Programms erfolgreich abgeschlossen. Die ehrenamtlichen Kräfte werden künftig lokale Behörden, Schulen und Gesundheitseinrichtungen in 13 Sprachen unterstützen. Die Initiative, die nun bereits im sechsten Jahr läuft, trägt dazu bei, Kommunikationsbarrieren im Zugang zu wichtigen Dienstleistungen abzubauen.
Das 40-stündige Schulungsprogramm wurde von Schewa van Uden geleitet und umfasste Themen wie interkulturelle Kommunikation und professionelle Dolmetschtechniken. Voraussetzung für die Teilnahme waren Deutschkenntnisse auf B2-Niveau sowie muttersprachliche Kompetenz in der jeweiligen Herkunftssprache.
Viele der Übersetzerinnen und Übersetzer verfügen über akademische oder berufliche Abschlüsse in Fachgebieten wie Medizin, Biologie oder Politikwissenschaft. Trotz beruflicher Verpflichtungen und Familienleben engagieren sie sich ehrenamtlich. Ihr Einsatz kommt städtischen Ämtern, Beratungsgremien und sozialen Einrichtungen zugute. Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert den Einsatz der Kräfte, während das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung übernimmt – so können die Dolmetschleistungen kostenfrei angeboten werden. Seit dem Start im Jahr 2018 wächst das Programm stetig und deckt mittlerweile ein breiteres Spektrum an Sprachen und Dienstleistungen ab.
Die frisch qualifizierten Übersetzerinnen und Übersetzer werden künftig in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und Sozialwesen tätig sein. Ihr Fachwissen erleichtert Anwohnerinnen und Einwohnern den Zugang zu wichtigen Unterstützungsangeboten. Das Programm expandiert weiter: Die neueste Gruppe verstärkt das bereits gut etablierte Netzwerk an Ehrenamtlichen.