31 March 2026, 12:30

Eltern und Erzieher protestieren gegen geplante KiBiz-Reformen in NRW

Schwarz-weißes Bild einer Gruppe von Menschen mit Fahnen in einer Reihe auf einem Schotterweg während einer Protestdemo auf dem Schulgelände, mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Eltern und Erzieher protestieren gegen geplante KiBiz-Reformen in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist es zu Protesten gegen die geplanten Änderungen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) gekommen. Eltern, Erzieherinnen und Kinder versammelten sich vor dem St.-Josef-Kindergarten Saalhausen in Lennestadt und hielten Schilder mit dem Slogan "Wir sind sprachlos" hoch. Die Kundgebungen wurden vom Trägerverbund WIR-KITAs organisiert; in den kommenden Wochen sind ähnliche Aktionen in anderen Kitas der Region zu erwarten.

Die Reformen, die bei einer Zustimmung ab nächsten Jahr in Kraft treten sollen, sorgen für breite Besorgnis. Kritiker befürchten, dass das vorgesehene "Kern- und Randzeiten"-Modell die Betreuungsqualität verschlechtern könnte. Die Landesregierung hat unterdessen für 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro für Kitas zugesagt.

Vanessa Frankenthal, Leiterin des St.-Josef-Kindergartens Saalhausen, warnte, dass die Bedürfnisse der Kinder bereits jetzt wegen Personalmangels nicht ausreichend erfüllt würden. Die Demonstranten wiesen zudem auf stark gestiegene Energiekosten und eklatante Personallücken als ihre größten Sorgen hin. Viele Einrichtungen kämpfen finanziell, da die aktuelle KiBiz-Reform – eingeführt im Januar – mit der Inflation nicht Schritt halten konnte.

Obwohl das Land zusätzliche Gelder in Aussicht gestellt hat, sind bisher weder bundesweite Reaktionen anderer Kommunen noch von Elterninitiativen dokumentiert. Auch konkrete Alternativvorschläge wurden öffentlich nicht diskutiert.

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Die Proteste spiegeln die wachsende Verärgerung unter Kita-Trägern über Finanzierungs- und Personalprobleme wider. Sollten die Reformen verabschiedet werden, tritt das neue System ab kommendem Jahr in Kraft. Vorerst ist mit weiteren Demonstrationen in der gesamten Region in den nächsten Wochen zu rechnen.

Quelle