Escape Room in Marl lässt Besucher Fluchterfahrungen hautnah erleben
Hans-Gerd JunkEscape Room in Marl lässt Besucher Fluchterfahrungen hautnah erleben
Ein neues Escape Room in Marl gibt Besuchern einen Einblick in die Herausforderungen von Geflüchteten in Deutschland
Unter dem Titel "Unbekannte Unbehagen" (Unvertrautes Unbehagen) konfrontiert die temporäre Ausstellung die Teilnehmer mit Aufgaben unter Zeitdruck – ähnlich wie echte Asylsuchende. Das Projekt zielt darauf ab, bei Menschen ohne Fluchterfahrung mehr Empathie zu wecken.
Das Escape Room entstand in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Organisiert von "Flüchtlingshilfe Bonn" wird es später nach Duisburg umziehen. Wie in einem klassischen Escape Room müssen die Spieler innerhalb einer strengen Zeitvorgabe Rätsel lösen.
Eine der Aufgaben besteht darin, Formulare in einer unbekannten Sprache auszufüllen – eine Situation, die die Verwirrung vieler Geflüchteter widerspiegelt. Andere Herausforderungen simulieren bürokratische Hürden wie die Beantragung von Aufenthaltstiteln. Bürgermeister Thomas Terhorst besuchte die Ausstellung und berichtete später der "WDR Lokalzeit" von seinen Eindrücken.
Das Ziel ist klar: Menschen ohne Fluchtgeschichte sollen die Schwierigkeiten von Asylsuchenden besser nachvollziehen können. Indem die Teilnehmer in schwierige, zeitkritische Szenarien versetzt werden, bietet das Escape Room einen kleinen, aber eindringlichen Einblick in deren Alltag.
Die Ausstellung bleibt zunächst in Marl, bevor sie nach Duisburg umzieht. Die Organisatoren hoffen, dass sie Gespräche anregt und zu mehr Unterstützung für Geflüchtete motiviert. Wer teilnimmt, geht mit einem tieferen Verständnis für die Hindernisse, mit denen viele auf der Suche nach Sicherheit konfrontiert sind.






