Essen feiert 35 Jahre Passivhaus: Wie klimafreundliches Bauen die Zukunft prägt
Klaus-Michael JopichEssen feiert 35 Jahre Passivhaus: Wie klimafreundliches Bauen die Zukunft prägt
Essen richtet in diesem Jahr die 28. Internationale Passivhaus-Tagung aus – ein Ereignis, das zwei bedeutende Jubiläen feiert: 35 Jahre seit der Fertigstellung des ersten Passivhauses und 30 Jahre Passivhaus Institut. Im Mittelpunkt der Konferenz steht das klimafreundliche Bauen als Schlüsselthema für die Zukunft der Gebäudegestaltung.
Die Tagung beginnt mit Reden von NRW.Energy4Climate, der Deutschen Umwelthilfe und der Wirtschaftswissenschaftlerin Sigrid Stagl. Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, wird persönlich anwesend sein. Diskutiert werden unter anderem Großprojekte wie das Centre of the Humanities in Oxford, das strenge Passivhaus-Standards erfüllt.
Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die energetische Sanierung: In Workshops und Vorträgen geht es um ganzheitliche Modernisierungsstrategien. Als Vorbilder für nachhaltiges Wohnen werden bezahlbare Wohnprojekte aus Österreich, Schottland und dem New Yorker Sendero Verde vorgestellt. Zudem wird der erste zertifizierte Passivhaus-Kindergarten Lettlands präsentiert – das erste öffentliche Gebäude dieser Art in der baltischen Region.
Neben Fachvorträgen umfasst das Programm Exkursionen und die Passivhaus-Fachmesse. Frühbucherrabatte sollen die Teilnahme einer breiten Öffentlichkeit fördern. Die Konferenz knüpft an Jahrzehnte des Fortschritts an, seit 1991 das erste Passivhaus entstand – heute ein globaler Maßstab für Energieeffizienz.
Die Tagung bringt Expert:innen zusammen, um Fortschritte im energiearmen Bauen und Sanieren zu teilen. Projekte wie das Oxforder Geisteswissenschaftszentrum oder der lettische Kindergarten zeigen die wachsende Verbreitung der Passivhaus-Standards. Mit Fokus auf Sanierung und Bezahlbarkeit will die Veranstaltung klimaneutrale Baupraktiken vorantreiben.






