16 April 2026, 18:23

Essen startet KI-Verkehrssystem COMO – revolutioniert die Ruhrallee ab März

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Ampeln, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Essen startet KI-Verkehrssystem COMO – revolutioniert die Ruhrallee ab März

Essen testet neues KI-gestütztes Verkehrssystem COMO für besseren Stadtverkehr

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Mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums erprobt Essen ab Montag, dem 19. Januar, ein innovatives Verkehrssystem namens COMO, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz den innerstädtischen Verkehr in Echtzeit steuern und optimieren soll. Der Testlauf startet an der Ruhrallee, einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt.

Die Pilotphase läuft vom 19. Januar bis zum 28. Februar und konzentriert sich auf einen zentralen Knotenpunkt in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH, wo die Ruhrallee auf die Westfalenstraße und die Wuppertaler Straße trifft. In dieser Zeit werden Ingenieure die Software des Systems anpassen, was kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen führen kann.

COMO verarbeitet Daten aus verschiedenen Quellen – darunter Kameras, Umweltsensoren und externe Datenströme –, die unter anderem Stickoxid- und CO₂-Werte sowie den aktuellen Verkehrsfluss messen. Intelligente Ampeln, LED-Anzeigen und KI-gesteuerte Regelungen reagieren dann dynamisch auf Situationen wie Baustellen, Verspätungen im Öffentlichen Verkehr oder plötzliche Luftverschmutzungsspitzen.

Ein neu eingerichtetes Verkehrsleitzentrum überwacht das gesamte System und bündelt Mobilitäts- sowie Umweltdaten auf einer einzigen Plattform. Die Stadt Essen legt Wert auf Transparenz: Über digitale Berichte und das nationale Mobilitätsdaten-Netzwerk (Mobilithek) werden die Fortschritte öffentlich zugänglich gemacht.

Datenschutz hat dabei höchste Priorität – eine individuelle Erfassung von Verkehrsteilnehmern findet nicht statt. Nach Abschluss der Testphase geht COMO am Sonntag, dem 1. März, in den Regelbetrieb über und steuert die Ruhrallee dann als adaptive, bedarfsgerechte Verkehrsachse.

Sollte sich das System bewähren, könnte es die Verkehrspolitik in Essen grundlegend verändern: Echtzeit-Anpassungen auf Basis von Live-Daten könnten Staus und Emissionen reduzieren. Ab dem 1. März werden Anwohner und Pendler die vollen Auswirkungen der Neuerungen spüren.

Quelle