16 April 2026, 00:28

Essen startet Klimaanpassung: Drei Stadtteile erhalten KRIS-Förderung gegen Extremwetter

Ein Miniaturstadtmodell auf Wasser mit Gebäuden, Grünflächen, einer Brücke und Menschen, mit einem Himmelhintergrund.

Essen startet Klimaanpassung: Drei Stadtteile erhalten KRIS-Förderung gegen Extremwetter

Essen hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaanpassung unternommen, indem die Stadt drei städtische Zonen für das Förderprogramm KRIS ausgewählt hat. Der Stadtrat billigte Gebiete in Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein – allesamt Stadtteile, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Für jede der Zonen wurden nun detaillierte Pläne zur Prüfung eingereicht.

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Das KRIS-Programm unterstützt in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR) Projekte zur Stärkung der Klimaresilienz. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die jeweiligen Gebiete aufzeigen, wie wasserbasierte Lösungen Klimarisiken mindern können. Essens ausgewählte Zonen sind besonders gefährdet; hier könnten Maßnahmen wie die Entkopplung versiegelter Flächen vom Kanalsystem und eine verbesserte Verdunstung spürbare Effekte erzielen.

Ziel des Programms ist es, bis 2030 bis zu 25 Prozent der derzeit an die Kanalisation angeschlossenen versiegelten Flächen zu trennen. Dadurch soll der Anteil der Mischwasseranschlüsse in diesen Gebieten um ein Viertel reduziert und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte gesteigert werden. Sobald die Mittel bewilligt sind, können Grundstückseigentümer in den ausgewiesenen Zonen Förderanträge stellen.

Die Stadt hat ihre ausformulierten Konzepte bereits an die Projektträger Jülich (PtJ) und die Bezirksregierung übermittelt. Die formelle Bewilligung der Fördergelder wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet. Bei erfolgreicher Umsetzung wird das Projekt dazu beitragen, Essens städtische Räume so umzugestalten, dass sie Extremwetter und steigenden Temperaturen besser standhalten.

Das KRIS-Programm zielt darauf ab, durch gezielte Infrastrukturmaßnahmen klimaresiliente Städte zu schaffen. Sobald die Finanzierung gesichert ist, beginnen die ausgewählten Essener Zonen mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit vom Kanalsystem und zur Verbesserung des Wassermanagements. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die Ruhr-Region auf künftige Klimaherausforderungen vorzubereiten.

Quelle