Essen trauert um Alt-Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger – ein Leben für die Stadt
Klaus-Michael JopichEssen trauert um Alt-Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger – ein Leben für die Stadt
Dr. Wolfgang Reiniger, Essens ehemaliger Oberbürgermeister, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Er führte die Stadt von 1999 bis 2009 und blieb auch lange nach seinem Ausscheiden aus dem Amt eine hochangesehene Persönlichkeit. Sein Tod löst in der gesamten Stadtgemeinschaft Trauer und Würdigungen aus.
Reiniger, der in eine Familie mit tiefen Wurzeln in Essen hineingeboren wurde, widmete sein Leben dem öffentlichen Dienst. Bevor er Oberbürgermeister wurde, engagierte er sich jahrzehntelang im Stadtrat – mit Schwerpunkten auf Kultur, Wissenschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Unter seiner Führung entwickelte sich Essen zu einer kulturell lebendigeren Stadt mit besserer Infrastruktur und stärkerer Bürgerbeteiligung.
Während seiner zehnjährigen Amtszeit machte er sich vor allem als Brückenbauer einen Namen. Ob er politische Gräben überwand oder die Verbindung zwischen Bürgerschaft und Verwaltung stärkte – sein Stil war stets von Kooperation geprägt. Kollegen wie Bürger schätzten seine Bescheidenheit und seine unerschütterliche Integrität.
Auch nach seinem Rückzug 2009 blieb Reiniger dem öffentlichen Leben Essens eng verbunden. Er unterstützte weiterhin Bildungsinitiativen und gemeinnützige Projekte und erwarb sich damit bleibende Anerkennung. Der heutige Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete ihn als persönliches Vorbild und prägende Figur für seine eigene Arbeit.
Sein Einsatz für Bildung und bürgerschaftliches Engagement hinterlässt Spuren: Schulen, Kultureinrichtungen und soziale Programme in Essen tragen bis heute seine Vision einer zusammenhängenden, zukunftsorientierten Stadt.
Mit Reinigers Tod entsteht eine Lücke im öffentlichen Leben Essens, doch sein Wirken bleibt in der Stadt allgegenwärtig – von gestärkten Kultureinrichtungen bis hin zu einem verbesserten Miteinander. Essen wird ihn als einen Bürgermeister in Erinnerung behalten, der die Menschen stets in den Mittelpunkt stellte.






