Essen und Mülheim feiern sinkende Kriminalität nach jahrelangem Anstieg
Essen und Mülheim feiern sinkende Kriminalität nach jahrelangem Anstieg
Kriminalitätsraten in Essen und Mülheim an der Ruhr sinken 2025 nach Jahren des Anstiegs
Nach Jahren steigender Straftaten sind die Kriminalitätszahlen in Essen und Mülheim an der Ruhr 2025 deutlich zurückgegangen. Beide Städte hatten zuvor starke Zunahmen bei Diebstahl und Gewaltverbrechen verzeichnet – stärker als andere große Städte in Nordrhein-Westfalen. Neue Polizeistrategien und Präventionsprogramme zeigen nun Wirkung.
Zwischen 2023 und 2024 stieg die Kriminalitätsrate in Essen um 12 %, von 9.800 auf 10.976 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Mülheim an der Ruhr verzeichnete einen Anstieg um 8 %, von 7.200 auf 7.776 Delikte. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem mehr Diebstähle und Gewalttaten, wie aus der Landeskriminalstatistik hervorgeht. Beide Städte lagen damit über dem NRW-Durchschnitt, wo Düsseldorf, Köln und Dortmund nur moderate Zuwächse von 4 bis 7 % verzeichneten.
2025 kehrte sich der Trend um: Die Gewaltkriminalität in Essen sank im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 % und seit 2023 sogar um 16 %. Auch Straßenraub und Körperverletzungen gingen zurück. Fahrraddiebstähle – ein langjähriges Problem – nahmen um über 50 % ab, nachdem 2023 eine spezielle Polizeieinheit eingerichtet worden war. Bei Wohnungseinbrüchen scheitern Täter mittlerweile in fast der Hälfte der Fälle, was auf bessere Sicherheitsvorkehrungen hindeutet.
Die Zahl junger Straftäter sank, und die Aufklärungsquote verbesserte sich insgesamt. Diebstähle, Ladendiebstähle und Drogenkriminalität nahmen ab. Oberbürgermeister Thomas Kufen führte den Erfolg auf eine Kombination aus sichtbarer Streifenpräsenz, gezielten Ermittlungen und der Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen zurück.
Die Zahlen für 2025 markieren eine Wende nach Jahren steigender Kriminalität in Essen und Mülheim. Durch polizeiliche Maßnahmen und Präventionsarbeit gab es weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquoten und einen Rückgang der Jugendkriminalität. Kufen dankte den Beamten und Partnern vor Ort für ihren Einsatz bei den Fortschritten.
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