EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Ladezeiten für Elektroautos mit Hochspannungstechnik
Martina SieringEU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Ladezeiten für Elektroautos mit Hochspannungstechnik
Ein neues, von der EU finanziertes Projekt treibt die Hochspannungstechnologie für Elektrofahrzeuge voran. Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten die Initiative zur Entwicklung schnellerer und effizienterer Ladesysteme. Im Rahmen des Horizon-Europe-Programms arbeiten 14 Partner aus acht europäischen Ländern zusammen.
Das Projekt ODYSSEV konzentriert sich auf die Entwicklung skalierbarer Hochspannungs-Antriebssysteme für E-Fahrzeuge. Durch den Betrieb mit höherer Spannung verringern sich Energieverluste, es können dünnere Kabel verwendet werden, und die Ladezeiten sinken. Die Arbeiten umfassen die gesamte Entwicklungsphase – von fortschrittlichen Halbleitern bis hin zu Schlüsselteilen wie Bordladern und Traktionswechselrichtern.
Akademische Einrichtungen und Industriepartner – darunter Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen – arbeiten gemeinsam an der Bewältigung technischer Herausforderungen. Dazu zählen Anforderungen an die Isolierung, Grenzen der Halbleitertechnik und das Batteriemanagement bei Schnellladung. Digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation helfen, die Technologie vor realen Tests zu optimieren.
Der erste Prototyp wird auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt. Ein Koordinationstreffen ist für Juni an der Fachhochschule Dortmund geplant. Ziel ist es, die Einführung von Hochspannungstechnik in Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und gleichzeitig strenge Sicherheitsstandards zu setzen.
ODYSSEV ist Teil des umfassenden EU-Plans, Europa an der Spitze der Elektroantriebstechnologie zu halten. Das Projekt unterstützt die Klimaziele im Verkehrssektor durch höhere Effizienz und schnellere Ladevorgänge. Während die Tests und Entwicklungsarbeiten fortgesetzt werden, arbeitet das Team an der Finalisierung des Systems.






